Zünfte Italien

Bedeutung der Zünfte für Politik und Menschen des Mittelalters in Florenz

Die Bezeichnung »Arte« ist einer der wichtigsten Begriffe für diese Zünfte, auch wenn man mit diesem einen Wort gleichzeitig Handwerk und Gewerbe ebenso wie Kunst und Gewandtheit nannte. Ein wichtiges Indiz für die Bedeutung des Handels im mittelalterlichen Florenz.

Die Artes verstanden sich parallel zu den Künsten, die man in dieser Zeit an den Universitäten erlernen konnte. Ein altes Lehrsystem, das sich noch weit über das Mittelalter hinaus gehalten hat und das erst relativ nahe an der Neuzeit abgelöst wurde.

Wenn man zu dieser Zeit nicht zu einer der sieben so genannten Arti maggiori, den großen Zünften, gehörte, war die Möglichkeit der politischen Einflussnahme vergleichsweise gering.


 



Die großen Zünfte rekrutierten sich vornehmend einfach aus den reichsten und mächtigsten Gewerben der Stadt, so dass die Oligarchie, für die man den demokratischen Gedanken der Republik kritisieren kann, eigentlich ganz natürlich aus dem Erwerbssystem der Stadt hervorging.

Die großen Zünfte umfassten eine ganze Reihe von Dienstleistungen wie Groß- und Außenhandel, Bank- und Wechselgewerbe, Wollzunft, Seidenzunft, Leder- und Pelzwaren, aber auch Richter und Notare, Ärzte und besondere Berufe in Meisterhandwerken. Gewürz-, Arznei-, Färb- und Edelsteinhandel spielte ebenfalls eine wichtige Rolle im mittelalterlichen Florenz.

Am einflussreichsten war die Zunft mit dem Namen Calimala, die gleich eine ganze Reihe der Ämter in Florenz in ihren Reihen vereinnahmen konnte. Die übrigen Gewerbetreibenden waren in den Arti minori, den kleineren Zünften organisiert, deren Einfluss deutlich geringer war, auch wenn man es hier ebenfalls noch zu Wohlstand bringen konnte.

Diese Icons verzweigen auf soziale Netzwerke bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • YahooMyWeb

Kommentar schreiben

Bevor Sie den Kommentar abschicken, geben Sie bitte den eingeblendeten Sicherheitscode ein. Ist der Code Ihnen zu unleserlich, klicken Sie auf
das Bild und Sie bekommen einen neuen Sicherheitscode:

 



Ihr Kommentar wird manuell geprüft und ggf. veröffentlicht



Il Mascherone


Rom: Das Besondere des Brunnens, der „Die Maske“ genannt wird Legendenumwoben ist der Brunnen an der Via Giulia, den man gemeinhin nur die Maske nennt. Il Mascherone ist ein Brunnen aus dem 18. Jahrhundert, der eine große marmorne Maske beinhaltet, die sich heute in einer Wand befindet. Früher allerdings soll sie allein dagestanden haben. Auf einem großen Säulenbalkon bei dem Brunnen findet man das Symbol der Farnese, die Lilie. [...]

Bahn Italien


Anreise mit der Bahn und Bahnhöfe in Florenz Mit der Bahn ist es ebenfalls recht leicht, Florenz zu erreichen. Bequem und günstig reist man mit dem Schlafwagen, wobei frühzeiti­ge Buchung in den Sommer­monaten erforderlich ist. Direkte Verbindungen nach Florenz gibt es aus München, Basel, Zürich und Wien. Die wichtigsten Züge kommen am Hauptbahnhof San­ta Maria Novella an. Letzte Sta­tion für einige internationale Züge sind abe [...]