Waidbruck

Relativ kleines Dorf, aufgrund seiner Lage zentraler Verkehrsknotenpunkt

Waidbruck, ein eigentlich typisches Dorf des Südtiroler Eisacktals, ist schon seit mehr als zwei Jahrtausenden für die Reisenden in der Region sehr wichtig. Wo das Eisacktal sich zu der Schlucht verengt, die sich erst bei Bozen wieder öffnet, liegt dieses kleine Dorf, das von der Römerzeit bis heute ein Verkehrsknotenpunkt ist.

Waidbruck stellt eine zentrale Verbindung vom Eisacktal ins nahe gelegene Grödner Tal dar. An dieser Stelle zweigt aus dem Eisacktal die Straße ins Grödner Tal ab, in römischen Zeiten be­gann hier die Straße über den Ritten nach Bozen, die für die Passage über das Gebirge sehr wichtig war. Seit dem Mittelalter bewachte die Trostburg den Eingang zum Grödner Tal.


 



Diese Burg ist bis heute erhalten, und dies in einem so guten Zustand, als ob sie noch heute zur Verteidigung bereit wäre. Auch wenn die Herkunft des Dichters Walther von der Vogelweide umstritten ist, stellt die Trostburg unumstritten den Ort dar, an dem der junge Walther seine Jugend verbrachte.

Sie wurde während der Renaissance ausgebaut und prächtig ausgestat­tet, was man ihr von außen allerdings nicht ansieht. Was jedoch nicht heißen soll, dass sie unansehnlich wäre, sondern dass man den mittelalterlichen Wehrcharakter dieses Bauwerks noch heute erkennen kann. Auch die Innenräume sind teilweise noch original. In ihnen findet man eine Ausstellung über Oswald von Wolkenstein.

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