Triesenberg Liechtenstein

Liechtenstein: Die Gemeinde Triesenberg und Umgebung

Auch in Triesenberg herrschen die kirchlichen Bauwerke bei den Sehenswürdigkeiten vor, auch wenn sie nicht allein stehen. Die Pfarrkirche St. Josef aus dem 18. Jahrhundert zeugt von der Separation Triesenbergs von den Pfarreien Schaan und Triesen, denen der Ort bis dahin angehört hatte. Fürst Josef Wenzel unterstützte den Bau stark, weshalb man diese Kirche bis heute umgangssprachlich auch noch Wenzel-Kirche nennt.

Neben diesem sakralen Bau und den bekannten Kapellen St. Marie und St. Wendelin ist es vor allem des Triesenberger Rathaus, das sich unter den Sehenswürdigkeiten der Stadt einen Rang verdient hat. Auch dieses Gebäude nahm seinen Beginn in kirchlicher Tradition: es diente neben der Kirche als Pfarrhaus und wurde erst mit der Unterstützung durch den Fürsten Josef Wenzel ausgebaut. Seit 1951 dient dieses Gebäude als Rathaus von Triesenberg.

Im kleinen Örtchen Planken ist die Kapelle St. Josef der wichtigste historische Bau. Die kleine Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde 1955 neu gestaltet.


 



Bemerkenswerter ist allerdings noch die Kirche St. Peter in Schaan: die ältesten Teile dieses Baus stammen wahrscheinlich aus dem 5. oder 6. Jahrhundert nach Christus und stellen somit eines der ältesten Zeitzeugnisse in Liechtenstein dar. Bei archäologischen Ausgrabungen konnten die Reste kirchlicher Fundamente nachgewiesen werden, die wahrscheinlich auf den Mauern eines römischen Kastells errichtet wurden.

In diesen Grundmauern ist auch ein rundes Becken erhalten geblieben, welches wahrscheinlich als Taufbecken des Bistums Chur verwendet wurde; ein Umstand, der einen Besuch in diesem uralten Bau besonders bemerkenswert macht.

Ein anderes interessantes Kirchengebäude in der Gemeinde Schaan ist die Neue Pfarrkirche St. Laurentius, die nach den Plänen des wiener Architekten Gustav von Neumann gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde.

Bei der Kirche handelt es sich um einen interessanten Natursteinbau, der vor allem durch seinen neugotischen Stil besticht, bei dem besonders die dreischiffige Bauweise das Gebäude zu einem großen und beeindruckenden sakralen Bauwerk macht.

Auch wenn die Kirche im Vergleich zu anderen Bauten in Liechtenstein vergleichsweise jung ist, findet man hier einige interessante Inventarstücke, wie zum Beispiel das Vortragekreuz aus dem 14. Jahrhundert oder die gotische Monstranz aus dem 15. Jahrhundert.

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