Theater In Paris
13. Juni, 2007 von Moderator
In Paris ins Theater
Das kulturelle Leben in Paris ist erwartungsgemäß ausgeprägt. Eine Reihe von Theatern und Opern lädt Gäste und Bewohner der Stadt ein, und in der Weltstadt haben sich mehrere recht eigenwillige Szenen herausgebildet, die entweder unabhängig voneinander existieren oder teilweise auch in Konkurrenz stehen.
Schon die Theaterlandschaft der französischen Metropole ist ausladend genug, um interessierte Besucher für eine lange Weile zu faszinieren. Man findet Bühnen, die sich auf die alten Klassiker spezialisiert haben, aber auch solche, die auch moderne Stücke aufführen oder sogar erstaufführen.
Eines der zuverlässigen modernen Theater ist des Bouffes du Nord, ein altes Gebäude, in dem ein origineller Spielplan arrangiert wird. Auch wenn das Theater selbst langsam älter zu werden scheint und diese Veränderung auch schon merklich am Gebäude zu spüren ist, wirkt sich dies auf das Bühnenspiel nicht aus – hier ist nichts unmodern, die Theaterstücke und Opern bieten modernste Unterhaltung.
Direkt im Theater findet man auch eine Kneipe, in der man mitunter sogar die Schauspieler noch antreffen kann.
Der Klassiker unter den Pariser Theatern ist die Comédie Francaise, ein altehrwürdiges Gebäude, das luxuriös ausgestattet ist und die Atmosphäre eines stilvollen Theaterbesuchs ausstrahlt. Kristallleuchter und Dichterbüsten sind die Dekoration der Wahl in der Comédie, und man spürt gleich, dass man sich in einer nationalen Institution befindet.
Ein Intendantenwechsel vor einiger Zeit hatte übriges starke Auswirkungen auf das Programm – nun werden auch neuere Stücke gespielt, während die alten einen besonders opulenten Charme durch die ausgefallenen Kostüme bekommen haben.
Im Théatre Lucernaire finden seit zwanzig Jahren stets Aufführungen des „Kleinen Prinzen“ von Antoine de Saint Exupéry statt. Das Theater, welches in einem integrierten Kunstzentrum liegt, bietet eine ruhige, schöne Atmosphäre. Natürlich werden auch andere Stücke angeboten, ebenso wie ein ausgefallenes Programmkino mit drei Sälen, welches ebenfalls zum Zentrum gehört.
Wenn es einmal kein Theater sein soll, kann man auch einen Buchladen oder eine Kunstgalerie besuchen; ein angeschlossenes Restaurant erfreut sich bei Besuchern ebenfalls großer Beliebtheit.
Eines der ersten Opernhäuser der Stadt ist die Opéra Bastille, ein Haus, das zur 200-Jahr-Feier der französischen Revolution errichtet wurde. Das Haus ist modern arrangiert, so dass man selbst von den günstigsten Plätzen eine gute Sicht hat. Hervorragend besetzte Aufführungen in perfekter Inszenierung sollten eigentlich in der kulturellen Szene der Stadt für einen guten Ruf sorgen; allerdings hat man dort der Bastille-Oper teilweise selbst heute noch nicht die umstrittene Architektur verziehen.
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