Tauchen Lernen

Tauchausbildung – zu Hause oder im Urlaub?

In Taucherkreisen ist man sich über diese Frage nicht einig. Einige Taucher, die ihre Ausbildung zum Beispiel in einem deutschen Tauchverein absolviert haben, vertreten die Meinung, auf diese Weise lerne man „besseres und solideres“ Tauchen.
Jeder von diesen Vertretern kann sicher eine Geschichte von einem Taucher erzählen, der in einem südlichen Paradies das Tauchen gelernt hat und dann im heimischen kalten Wasser fast ertrunken wäre.

In den bei Tauchern beliebten Urlaubsorten wiederum soll man kaum Probleme haben, mit „deutscher“ Taucherfahrung in die Fluten abzutauchen.
Ein Taucher, der in Deutschland lebt und auch dort lernt, hat natürlich die Möglichkeit, öfter zu tauchen und mehr Erfahrung zu sammeln als einer, der seine Ausbildung im Urlaub macht. Und wenn man schon einige Tauchgänge zu Hause hinter sich hat, wird man natürlich mit einer ganz anderen Sicherheit hinabsteigen, als wenn man auf den ersten Tauchgang geht.

Manche Taucher sind auch der Meinung, dass sie im Urlaub eben Urlaub haben und ihre Zeit nicht auf Ausbildung verwenden wollen, was sicherlich ein gutes Argument für eine Ausbildung im Heimatland ist, wenn man denn dieser Auffassung ist.


 



Für den Tauchlehrgang im Urlaubsort sprechen natürlich auch einige Argumente: die Sicht in den deutschen Gewässern ist einfach schlechter, man hat also Orientierungsprobleme und kann sich als Anfänger vielleicht schwieriger einfinden.
Tauchen sollte kein Sport sein, in dem man sich von falsch verstandener Macho-Attitüde leiten lässt und seinen Mittauchern das Gefühl vermittelt, dass sie eigentlich keine echten Taucher sind, wenn sie unter guten Bedingungen anfangen.

Daher ist es doch ein guter Gedanke, sich die optimalen Sichtbedingungen beliebter Urlaubsorte zu Nutze zu machen und als Anfänger gerade dort die ersten Erfahrungen zu sammeln.

Auch wenn man nun insgesamt vermuten kann, dass man als Taucher, der unter den schwierigeren deutschen Bedingungen gelernt hat, mit einigen Situationen besser umgehen kann, macht einen diese „härtere“ Ausbildung nicht unbedingt zu einem besseren Taucher.

Viele Taucher, die im Urlaub gelernt haben, benötigen zwar eine kurze Umstellungsphase, wenn sie in Deutschland tauchen, haben danach aber keine Schwierigkeiten mehr mit den Gegebenheiten.

Daher kann man unter den gegebenen Gesichtspunkten als Anfänger eigentlich nur das Auswählen, was den persönlichen Vorlieben am besten entspricht – denn Tauchen lernen ist insbesondere Vertrauenssache und erfordert eine solide emotionale Basis.

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1 Kommentar zu “Tauchen Lernen”

  1. am 09. Aug 2007 um 08:51Luna Mandern

    Man möchte aber für gewöhnlich nur dort tauchen, wo es was schönes zu sehen gibt. die meisten Leuten gehen ehe immer nur im Urlaub tauchen. Ich kenne niemand, der irgendwo in Deutschland tauchen geht, außer Tauchen ist sein Beruf.

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