Südtirol Seiser Alm

Was die Landschaft der Seiser Alm zu etwas Besonderem macht

Die Seiser Alm gilt als eine der schönsten Ferienlandschaften Europas und genießt wenigstens unter den Zielen im Gebirge eine herausragende Prominenz. Dass dies so ist, lässt sich leicht anhand der zahlreichen touristischen Angebote in diesem Gebiet, aber auch vor allem am unverfälschten und vom touristischen Erfolg kaum veränderten Gesicht dieser Region festmachen.

Kaum ein anderes Berg­gebiet hat zu allen Jahreszeiten so viel zu bieten und ist doch so wenig vom Tourismus verändert worden. Die Seiser Alm gibt sich auch heute noch angenehm ursprünglich, wobei sie es penibel vermeidet, deshalb hinterwäldlerisch zu wirken. Für eine gewisse Offenheit sorgen vor allem auch die Hotels und die gastronomischen Betriebe der Region.

Überragt vom gewaltigen Schiern, von den Rosszähnen und ganz im Osten vom Langkofel liegt die Seiser Alm eingebettet in eine der spektakulärsten Gebirgslandschaften in ganz Europa. Durch diese besondere Lage ist die Alm auch ein regelrechtes Erholungs- und Aktivsportparadies, das selbst im vielseitigen Südtirol seinesgleichen sucht.


 



Charakteristisch ist vor allem auch die Landschaft dieser schönen Alm. Das wellige Hochplateau der Seiser Alm liegt zwischen 1700 Meter und 2300 Meter hoch und ist in weiche Gesteine gebettet, die das Wasser oberflächlich abflie­ßen lassen. Durch dieses besondere Charakteristikum ist das Wasser ein beherrschendes Moment in dieser ansonsten so typischen Gebirgslandschaft und es gibt so viele kleine Gewässer und viele Nassstellen überall auf dem Hochplateau.

Diese wirken sich mit interessanter Ve­getation und dazwischen ausgedehnten Wiesen und Weiden landschaftlich sehr interessant aus: die Seiser Alm hat trotz ihrer erhöhten Lage, die sich prinzipiell auch nachteilig für die Vegetation auswirken könnte, eine interessante Flora und Fauna zu bieten.


 



Diese wird seit uralter Zeit für das Vieh genutzt, das noch heute gern und viel auf der Alm gehalten wird. Mittlerweile gibt es durchaus Möglichkeiten, auf die natürlichen Weideflächen Einfluss zu nehmen, doch profitiert die Seiser Alm noch immer stark von diesen natürlichen bevorzugten Umständen. Bevor Landmaschinen und Kunstdünger ihren Einzug hielten, wurden die Wiesen von Hand gemäht.

Sie brachten zwar mäßigen, aber sehr hochwertigen Ertrag und trugen so dazu bei, den Ruf der Alm als ein wichtiges landwirtschaftliches Zentrum zu festigen, da der Boden hier so reichhaltig war, das man nicht in die Verlegenheit kam, ihn mit zu starker Landwirtschaft auszusaugen. Wie gut das Heu war, konnte man an der Milch, an der Butter und am Käse überprüfen, denn die hohe Qualität dieses Futter begründet den noch heute legendären Ruf der Milch von den Almen.

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