Südtirol Bahn

Eine weitere Möglichkeit der Anreise nach Südtirol bietet die Bahn

Die Anreise in die Dolomiten mit dem Auto hat für viele Reisende, die nicht unbedingt auf ein eigenes Fahrzeug während der Reise angewiesen sind, erhebliche Nachteile. Die Anfahrt ist aus weiten Teilen Deutschlands und auch aus Österreich oder der Schweiz meist anstrengend und aufwändig, die Mautgebühren schlagen neben den Fahrtkosten unangenehm zu Buche, und am Ende muss man sich mit dem Fahrzeug durch einsame Gebirgsstraßen abmühen, die auch für den Fahrer kein Zuckerschlecken sind.

Es ist daher kein Wunder, dass die Bahn eine beliebte Anreisemöglichkeit in die Dolomiten ist, denn die Konditionen, zu denen man so reisen kann, sind nahezu ideal: Alle 2 Stunden fährt tagsüber ein internationaler Eurocity beispielsweise von München nach Bozen, und die Reise dauert nur etwas mehr als vier Stunden. In Kufstein oder Innsbruck besteht Anschluss ans österreichische Streckennetz, so dass man nicht befürchten muss, zu irgendeinem Zeitpunkt schlecht voranzukommen.


 



Bei der Reise mit der Bahn ist zu beachten, dass vor dem Einsteigen in Italien erworbene, grenzüberschreitende Fahrkarten für die Rückfahrt wie alle anderen italienischen Bahntickets vor Fahrtantritt zu entwerten sind. Dafür gibt es die orangefarbenen Entwerter in den Bahnhöfen. Wenn man vergisst, seine Karte zu entwerten, muss man mit erheblichen Strafen rechnen, die nicht weit unter dem liegen, was ein Schwarzfahrer zu bezahlen hat, da man sich ohne gültiges Ticket im Zug befindet.

Die Fahrt mit der Bahn birgt eine Reihe von Möglichkeiten, die Preise und Ermäßigungen der verschiedenen Bahnanbieter zu nutzen. Die neue Ta­rifstruktur der Deutschen Bahn hat für Langstreckenreisende trotz aller Kritik den Vorteil, dass man bei frühzeitiger Planung erheblich sparen kann.

Noch billiger wird es natürlich durch die BahnCard, die auch 25 Prozent Ermäßigung auf den österreichischen Strecken mit sich bringt. Die ÖBB gewährt auf ihre Vorteilscard bis­her 45 % Rabatt, allerdings werden natürlich nur Reisende aus Österreich von dieser Karte profitieren können.


 



Wenn man mit dem Zug unterwegs ist, hat man natürlich auch die Möglichkeit, andere Transportmittel mitzuführen. Die Deutsche Bahn nimmt Fahrräder grundsätzlich auch mit ins Ausland, allerdings ist es empfehlenswert, sich vor Planung der Reise über die genauen, aktuellen Konditionen zu erkundigen, damit man nicht in Schwierigkeiten kommt.

Eine letzte sinnvolle, aber leider recht teure Alternative sind die Autozüge der Deutschen Bahn, die auch in die Dolomiten fahren. Sie sind sicher und bequem und bieten die Verfügbarkeit des eigenen Fahrzeugs am Reiseziel, ohne es selbst überführen zu müssen. Die Autoreisezüge der Deutschen Bahn verbinden Bozen mit Berlin, Dortmund, Frankfurt, Hamburg, Hildesheim und Köln, so dass viele Deutsche auf diese Möglichkeit zurückgreifen können. Interessant ist für Urlaubsreisende natürlich die Option, gleichzeitig Hin- und Rückfahrt zu buchen und so Preisvorteile in Anspruch zu nehmen.

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