Steinegg entwickelt sich langsam zu einem ansehnlichen Urlaubsort
Der einzige Ort, der im Tierser Tal eine nennenswerte Zahl von Unterkünften für Besucher bietet, ist Tiers; allerdings handelt es sich bei diesem Ort mit seinen drei kleinen Teilen natürlich nicht um die einzige Siedlung im Tal. Ein weiterer, weitaus kleinerer Ort ist Steinegg, das in den vergangenen Jahren eine ähnliche Entwicklung durchgemacht hat wie Tiers, auch wenn diese weniger ausgeprägt ist und vor allem bis jetzt nicht so weit vorangeschritten ist.
Wie Tiers hat auch Steinegg eine Zufahrtsstraße erst seit ein paar Jahrzehnten und hat sich seit dem Bau der Straße von seiner beinahe vollkommenen Abgeschiedenheit hin zu einer gewissen touristischen Offenheit entwickelt, auch wenn der Ort keine ähnliche Bedeutung wie das größere Tiers einfordern kann. Die Steige und der schlecht passierbare Güterweg, der Steinegg in der Vergangenheit erreichbar machte, führte zu einer Isolation der Bewohner, die nur für die notwendigsten Geschäfte aufgebrochen wurde.
Seit dem Bau der Zufahrtsstraße allerdings wächst das Dorf mit jedem Jahr ein bisschen, und man muss kein Prophet sein, um hier einen zukünftigen zweiten Urlaubsort im Tierser Tal zu vermuten. Unter den Liebhabern der Sommerfrische in den Dolomiten und den Anhängern des Südtiroler Herbstes, die jedes Jahr wieder gerne zu dieser Zeit ins Land kommen, hat sich herumgesprochen, wie schön es hier oben ist.
Daher entwickelt sich Steinegg langsam, aber beträchtlich zu einem typischen Südtiroler Urlaubsort. In der Tat ist es in der Höhe von Steinegg besonders schön, wenn im Sommer oder Herbst die Sonne scheint, während das Etsch- und Eisacktal im Nebel begraben sind.
Steinegg hat noch keine so ausgeprägte touristische Infrastruktur zu bieten wie Tiers und ist vielleicht gerade deshalb ein sehr attraktiver Ort für einen Aufenthalt. Interessant ist auch das Heimatmuseum unter der Kirche, das über die Epochen der regionalen Geschichte und die Natur des Tierser Tals informiert.
Am Ortsrand befinden sich Erdpyramiden, die durch besondere natürliche Bewegungen entstanden sind. Sie erhoben sich im lockeren Moränenmaterial, als große Decksteine die Abtragung des Materials verhinderten.
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