Sehenswürdigkeiten Bozen

Welche weiteren Attraktionen die Stadt Bozen bereithält

Einkaufen gehen kann man in Lauben, der ebenfalls recht alten Haupteinkaufsstraße der Stadt. Unter den prachtvollen Arkadengängen der alten, wertvollen Bürgerhäuser findet man eine ganze Reihe von alteingesessenen Geschäften und modernen Boutiquen. Bozen mag keine Stadt sein, die man allein für eine Shoppingtour besuchen würde, doch lohnt sich ein Ausflug zu den Lauben auf jeden Fall, weil man die Stadt hier von einer anderen Seite erlebt. Bozen ist nämlich bei weitem nicht nur ein touristisches Ziel, sondern auch ein Ort, in dem seine Bewohner gerne und gut leben.

Im italienischen Teil Bozens, in dem von der deutschen Kultur der Altstadt nicht mehr viel zu spüren ist, findet man den Piazza della Vittoria: ein großer Platz mit einem Siegesdenkmal des faschistischen Italien, das sich trotz der zweifelhaften Politik der faschistischen Periode, die gerade auf Südtirol unangenehme Einflüsse hatte, bis heute gehalten hat.

Im Bozener Stadtteil Gries findet man die Reste der Abtei Muri. Von der großen Bene­diktinerabtei ist nur die üppig spät­barocke Stiftskirche für Besucher zugänglich, die allerdings ein sehr reizvolles Ziel für eine Erkundung darstellt. Die anderen Teile der Abtei sind zwar ebenfalls weitgehend erhalten, doch stehen sie Besuchern nicht offen.


 



In der spätgotischen Pfarrkirche findet man den großartigen Schnitzaltar des Michael Pacher. Dieser Künstler, der gegen Ende des 15. Jahrhunderts in Südtirol von überragendem Rang war, erschuf dieses Werk 1475 mit der Darstellung der Marienkrönung.

Auch etwas außerhalb dieser schönen und charmanten Stadt, deren Sehenswürdigkeiten man mit dieser kleinen Auswahl natürlich nicht gerecht werden kann, finden sich einige interessante Ziele für einen kurzen Ausflug. Schloss Maretsch zum Beispiel ist ein von Weinbergen um­gebenes Renaissanceschloss, das die Pracht dieser Epoche auf herausragende Weise ausdrückt.

Es zeigt sich auch schon der Wandel dieses Gebäudetyps von einer halb militärischen Befestigung zu einem reinen Ort der Repräsentation, wenn man die strategisch ungünstige Lage und die mangelhaften Verteidigungsanlagen betrachtet. Dafür ist Schloss Maretsch umso schöner: interessante Fresken im Empfangssaal laden den Besucher in den ersten Stock ein, während man überall im Schloss faszinierende Kunstschätze bewundern kann. Das Schloss Maretsch ist heute ein Tagungszentrum von wichtigem Rang und hat keine festen Öff­nungszeiten. Auskünfte über Besichtigung und Führung kann man beim Verkehrsamt erhalten.

Nur unweit der Stadt liegt auch die ältere, aber ebenfalls sehr schöne Burg Runkelstein, die man auf einem kleinen Spaziergang leicht erreichen kann. Im Norden der Stadt gelegen, besticht diese mittelalterli­che Burg mit einzigartigen Fresken zum höfischen Leben, die erstaunliche Einblicke in das Leben der Menschen im Mittelalter geben. Interessant sind die Darstellungen von Damen und Her­ren beim Ballspiel, während nur die Männer sich in Wettbewerben wie dem Lanzenturnier oder dem Reitwettbewerb messen.

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