Schweizer Küche
3. Februar, 2007 von Moderator
Schweizer Küche: Mehr als nur Käse und Schokolade
Es gibt wohl kaum ein Land, das von Außenstehenden mit einem Nahrungsmittel enger verbunden wird als die Schweiz mit ihrem Schweizer Käse. Gerade in Deutschland ist dies schon sprichwörtlich, hier lernt schon jedes Kind, dass der Schweizer Käse besonders viele und große Löcher hat.
Emmentaler, Appenzeller und Gruyere sind nur drei der bekanntesten Käsesorten, die in der Schweiz hergestellt werden.
Auch einige Spezialitäten, die den Käse geschmackvoll weiterverarbeiten, haben in der Schweiz ihren Ursprung, so zum Beispiel Raclette oder Käsefondue.
Beim Raclette wird der Käse auf kleinen Pfannen im offenen Kamin oder auf einem speziellen Tischgrill geschmolzen und mit verschiedenen Beilagen verzehrt. Das Käsefondue ist eine Abart des klassischen Fondue; hier werden Käse und Wein in einem Topf erhitzt und mit Hilfe von Weissbrotstückchen, die hineingetunkt werden, verzehrt.
Natürlich essen die Schweizer nicht nur Käse. Viele der typischen Spezialitäten bestehen auch aus Fleisch, so zum Beispiel das getrocknete Bündnerfleisch, und auch Fondue ohne Käse ist in der Schweiz beliebt. Fondue Bourguignonne wird mit verschiedenen Soßen serviert wird ebenfalls in vielen Kantonen gerne verzehrt.
Neben unzähligen Käsesorten stellt man in der Schweiz auch viele verschiedene Wurstsorten her, die auch in Deutschland Bekanntheit und Beliebtheit genießen: Landjäger, Engadinerwurst oder Knackerli sind hier nur einige Beispiele.
Bei genauerem Nachdenken wird wahrscheinlich vielen Menschen neben Käse und Wurst eine dritte Spezialitätensorte einfallen, für die die Schweiz bekannt ist: Schokolade, oder besser gesagt, Süßwaren allgemein. Fasnachtsküchli und Napfkuchen mit Sahnecremefüllung sind äußerst beliebt, neben vielen verschiedenen Variationen von Torten, die oft als Spezialität bestimmter Regionen gelten: Engadiner Nusstorte, Zuger Kirschtorte und Aargauer Rüblitorte sind die bekannteren unter diesen kunstvollen Köstlichkeiten.
Wie man es in einem Land mit solcher Esskultur erwarten kann, gibt es in der Schweiz viele bekannte und gute Weinsorten. Obstbranntwein und Bier ist bei Schweizern und Gästen gleichermaßen beliebt.
Ein typisches schweizerisches Restaurant wird dem Ruf der Gastlichkeit, der der Schweiz vorauseilt, meist gerecht. Allerdings sind Qualität und Preise beinahe durchweg ein wenig gehoben, aber Service und Anspruch, den die Schweiz ihren Gästen bietet, gibt es eben nicht umsonst. Viele Restaurants sind angenehm eingerichtet, oft in rustikal-alpenländischem Stil, der sich gut ins Land einfügt.
Neben den Restaurants gibt es aber mittlerweile sogar in der Schweiz, die eigentlich ein traditioneller Vertreter des „Slow-Food“ ist, einige Angebote von Fast-Food-Ketten.
In einigen Kantonen gibt es eine sogenannte Pilzsaison. Diese geht typischerweise von April bis Oktober, wird aber jeden Monat vom 1. bis zum 10. Unterbrochen, da in dieser Zeit das Sammeln generell untersagt ist. Nachts darf nie gesammelt werden.
Neben der Möglichkeit, selbst auf Pilzsuche zu gehen, gibt es in dieser Zeit in den Restaurants viele exzellente Speisen mit frischen Pilzen.
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