Schiern

Das gesamte Tschamintal steht unter Naturschutz

Direkt in der Nähe des Ortsteils Weißlahnbad findet man das Tschamintal, das Schiern und die Rosengartengruppe trennt. Man muss vom Ort aus nur ein recht kurzes Stück talaufwärts wandern, und schon erreicht man eine Region von überaus ursprünglicher und erhabener Natur, die von der Veränderung des Dorfes Tiers kaum geprägt wurde; selbst wenn der Naturpark Schiern natürlich heute mehr Menschen zu Gesicht bekommt als noch vor dreißig Jahren.

Wie wild auf dem Gebiet des heutigen Parks noch vor gar nicht so langer Zeit war, kann man leicht an den Namen der Nebentäler des Tschamintals erkennen. Eines dieser Nebentäler heißt beispielsweise Bärenfalle, während man den Aufstieg auf den Schiern Bärenloch nennt. Das gesamte Tal ist übrigens ein Teil des Naturparks Schiern, der die wilde und ursprüngliche Natur der Region schützen und erhalten soll.

Bären bekommt man heute in diesem Park zwar nicht mehr häufig zu Gesicht, da sie sich ob der verstärkten Präsenz der Menschen zurückgezogen haben, doch findet man hier dennoch eine vielfältige Naturlandschaft, die den eigentlichen Lebensraum des Tierser Tals auf eindrucksvolle Weise abbildet.


 



Wenn man sich auf den Weg in den Park macht, passiert man schon kurz hinter Weißlahnbad das Naturparkhaus Schiern. In diesem Haus findet man verschiedene Informationen zum Naturpark und zu seinen Bewohnern sowie einen großen Parkplatz. Spätestens ab hier gilt auch ein Fahrverbot, das den Rest des Parks nur Wanderern zugänglich macht. Daneben liegt das Gast­haus Tschaminschaige, das bei Besuchern des Parks für eine Einkehr nach einer Wanderung in freier Natur beliebt ist.

Vor allem für Kinder findet man im Naturpark Schiern ein interessantes und eindrucksvolles Naturerlebnis.

Interessant ist übrigens auch das Gebäude, das das Naturparkhaus beherbergt: es handelt sich um die ehemalige Steger Säge aus dem Jahr 1598, die nach wie vor betriebsbereit ist. In der Tradition der alten, meist wasserbetriebenen Sägewerke handelt es sich um eine Konstruktion, die leicht zu erhalten und zu warten ist und die sich vor allem durch enorme Langlebigkeit auszeichnet.

Interessanterweise findet man unter den legendären Konstruktionsplänen des Meisters Leonardo da Vinci verschiedene Zeichnungen, die den Bau solcher Werke bereits antizipiert haben. Neben dem Mühlwerk selbst und den ehemaligen Unterkünften des Sägewerkers gibt es im Haus auch Informationen über die Natur und Kultur des Schiern.

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