Sankt Peter
6. April, 2007 von Moderator
Was es in dem beliebten kleinen Ort Sankt Peter alles zu sehen gibt
Das kleine Dorf St. Peter gehört trotz seiner vergleichsweise geringen Größe zu den echten Zentren im Villnösser Tal. Es ist geprägt von den in der weitläufigen Umgebung liegenden Höfen, von den Gasthäusern und Herbergen im Stadtzentrum und von einem kleinen Angebot mit Post, Bank und einem Laden für den täglichen Bedarf.
Insgesamt findet man in St. Peter natürlich kein besonders breites Angebot an Dienstleistungen oder Produkten, und doch ist dieser Ort ein überaus lohnendes Reiseziel. Auf einer sonnigen Terrasse über dem Tal liegt die Pfarrkirche Peter und Paul, die dem Dorf seinen Namen verliehen hat. St. Peter selbst scharf sich um die Kirche und zeigt deutlich die Zugehörigkeit zu dieser bekannten Pfarrkirche.
Neben den Gasthäusern, in denen man zumeist recht rustikale Speisen auf der Karte findet, die sich mit einem Bier gut genießen lassen, ist es natürlich die Umgebung, die den Reiz von St. Peter ausmacht.
Die Pfarrkirche selbst ist interessant und einen Besuch wert, leidet aber an der zu häufigen Renovierung und Erneuerung. Die Menschen in der Region scheinen sehr besorgt um ihre Kirche und versuchen alle Maßnahmen, um auch für die Zukunft eine lange Erhaltung zu gewährleisten; was darin endet, dass die Kirche im Endeffekt leider kaum einmal wirklich besichtigt werden kann. Interessanter als die häufig umgebaute und erneuerte Pfarrkirche sind daher zwei Kapellen in nahen Weilern, die von St. Peter aus schnell erreichbar sind.
St. Valentin in Pradell hat einen prachtvollen spätmittelalterlichen Flügelaltar, der einen reizvollen kulturellen Höhepunkt in dieser Region darstellt. Seine Gemälde mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Valentin sind deutlich vom bekannten Künstler Michael Pacher beeinflusst.
Auf der Außenwand des Altars findet man ein erstaunliches und bemerkenswertes Kunstwerk: das Fresko des Christophorus ist eines der schönsten Südtirols und genießt große Aufmerksamkeit bei Besuchern und Einheimischen.
Von dieser Kapelle aus kann man sehr schön zu Fuß zum Kapellchen St. Jakob am Joch aufsteigen. Diese kleine Kirche ist die zweite wichtiges Sehenswürdigkeit in der Nähe von St. Peter und hat ebenfalls einiges zu bieten: auch hier ist beispielsweise ein Flügelaltar aus dem 16. Jahrhundert zu bewundern. Er stammt wie der von St. Valentin in Pradell aus der Brixner Werkstatt, die in dieser Region der wichtigste Ansprechpartner für solche Arbeiten ist und war.
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