Sandro Botticelli
5. Juli, 2007 von Moderator
Hauptwerke von Sandro Botticelli aus dem 15. Jahrhundert
Ein sehr bedeutender Künstler des 15. Jahrhunderts war der Maler Sandro Botticelli, dessen Name bis heute einen besonderen Klang hat und der eng mit Florenz verbunden wird.
Der Sohn des Gerbers Filipepi, dem eigentlich eine künstlerische Bildung nur schwer offen stand, erhielt deutliche Impulse als Lehrling in den Werkstätten des Dominikanerpaters Filippo Lippi. Während dieser Zeit, in der Botticelli nur als Assistent angestellt war und seine eigene künstlerische Tätigkeit sehr eingeschränkt war, entwickelte er eine erste Affinität zur Malerei.
Er entwickelte allerdings bald nachdem man ihm die Gelegenheit zu ersten eigenen Arbeiten bot einen eigenen Stil, der vom Schwermut und der Melancholie des 15. Jahrhunderts geprägt war, die sogar das eigentlich so lebenslustige Florenz gepackt hatte.
Keinem Künstler der Zeit gelang es, diese besondere Stimmung so graziös und sinnlich darzustellen wie Botticelli, der sich alsbald einen Namen unter den Mäzenen der Stadt gemacht hat.
Gute Beispiele für Botticellis Schaffen sind die anmutigen Frauen-Figuren im „Frühling“ von 1477 und die blonde Mädchengestalt, die er in der „Geburt der Venus“ von 1483. Sie sind die Krönung seines Schaffens, doch waren diese Werke zur damaligen Zeit sicher nicht die berühmtesten Arbeiten von Botticelli.
Im Auftrag von Papst Sisto IV. malte er nämlich Anfang der achtziger Jahre des 15. Jahrhunderts drei Fresken im Vatikan, die zumindest in der damaligen Zeit sicherlich die Krönung seines Schaffens darstellten.
Auch wenn man manche Bilder mittlerweile für sein Gesamtwerk als bedeutender betrachtet werden, geht von diesen Fresken ein großer Zauber aus. Besonders „Moses Prüfung“ fasziniert auf beinahe einzigartige Weise. Botticelli ruht in der Florentiner Ognissanti-Kirche; ein deutliches Zeichen dafür, dass er es auch schon zu Lebzeiten zu Ruhm und Ehre brachte.
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