San Marco - Prächtiges Innenleben dank dem Mäzenatentum der Medici
Es ist geschichtlich belegt, dass im Jahr 1300 die Kirche San Marco bereits als Pfarrkirche diente. Sie hatte einen gewissen Einfluss innerhalb der Stadt Florenz und wurde vor allem von den Bewohnern der näheren Umgebung immer gerne besucht, auch wenn sie natürlich keinen so hohen Rang in der Stadt einnehmen konnte wie die Kirchen, die von berühmten Familien unterstützt wurden.
Die eher bescheidene Barockfassade von San Marco ist weit weniger sehenswert als das dazugehörige Kloster und Museum. 1437 begann auf Geheiß von Cosimo de Medici Michelozzo mit dem Umbau des Inneren nach den Vorstellungen der Hochrenaissance, die kulturell zu diesem Zeitpunkt deutlich dominant war.
Das Werk Michelozzos ist leider nur noch in Ansätzen erhalten, da Michelozzos Architektur im Renaissancestil knapp 150 Jahre später barocken Baumaßnahmen zum Opfer fiel, als sich das kulturelle Dogma geändert hatte und man die Kirche lieber den aktuellen Bedürfnissen angepasst wissen wollte.
Die Kapelle links neben dem Chor stammt von Giambologna, der den Übergang von Manierismus zum Barock bereits vollzogen hatte; auch wenn sich die Stilmittel des Barock hier weniger deutlich ausdrücken als in anderen Teilen der Welt, da Florenz immer sehr von der Renaissance geprägt war.
Zwischen dem zweiten und dem dritten Altar links sind die Humanisten Angelo Poliziano und Pico della Mirandola begraben, die sich rund um die Kirche verdient gemacht haben.
Das sicherlich älteste Kunstwerk der Kirche ist das byzantinische Mosaik der „Mater misericor-diae“ aus dem Oratorium des Papstes Giovanni VII. in Rom. Dieses findet man am dritten Altar rechts.
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