Republik Kuba
5. Dezember, 2006 von Moderator
Die heutige politische und wirtschaftliche Lage Kubas und ihrer Bevölkerung
Wie im Sozialismus östlicher Prägung müssen auch die Kubaner weitgehend auf ihre individuelle Freiheit verzichten und sich den Anforderungen der staatlichen Kontrolle und Planung unterwerfen. Was in der Theorie vielleicht noch wie eine Lenkung des Volkes zu seinem eigenen Besten erscheinen mag, wurde weder im Ostblock noch in Kuba jemals in dieser Art umgesetzt. Viel eher gleicht auch heute noch das politische System in Kuba einer Diktatur, die mit ideologischen Mitteln, notfalls aber auch mit Repressionen, ihre eigene Erhaltung erzwingen will.
Eine Massenflucht in die USA, vor allem nach Florida, war und ist teilweise noch heute die Folge.
Es ist allerdings nicht nur die eingeschränkte Freiheit, die die Kritik an diesem politischen Modell so stark macht, denn die Kubaner sind ein sehr lebenslustiges Volk und würden diese sozialistische Diktatur sicher einigermaßen zufrieden ertragen, wenn da nicht die noch immer bestehenden wirtschaftlichen Probleme wären.
Die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs ist unzureichend, die Wohnungsnot ist groß, und für lange Zeit konnte die Regierung an diesen Problemen scheinbar nichts machen.
Viele Familien müssen sich noch heute in heruntergekommenen Mietshäusern zusammendrängen, die dringend reparaturbedürftig sind, doch lassen die erforderlichen Arbeiten eventuell schon seit Jahren auf sich warten. Auch wenn die Regierung große Anstrengungen unternommen hat, um neuen Wohnraum zu schaffen, konnte sie dem Problem nicht beikommen: Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem.
Kritiker der Politik Kuba merken zudem an, dass die wirtschaftlichen und sozialen Verbesserungen Kubas nicht etwa allein durch die Arbeit und die Anstrengungen der Regierung Castro erzielt wurden, sondern dass der Erfolg nur zum Teil aus eigener Kraft bewerkstelligt wurde. Die Wirtschaftshilfe durch die UdSSR war teilweise massiv, und es wird gemeinhin die Ansicht vertreten, dass Kuba ohne diese Unterstützung nicht so weit gekommen wäre.
Dennoch schlagen sich die Vorteile, die Kuba für zwei Jahrzehnte aus den engen Beziehungen zwischen Havanna und Moskau gewinnen konnte, nur indirekt in den Statistiken nieder, die Kuba Entwicklung so positiv begegnen; die meiste Unterstützung der UdSSR war nichts anderes als, wenn auch teilweise erhebliche, Preissubvention.
So hat Fidel Castro auch nach dem Wegfall der sowjetischen Unterstützung eine Methode gefunden, Kuba auf einem verhältnismäßig guten wirtschaftlichen Niveau zu halten: Er begegnete diesem Problem mit dem Ausbau des Tourismus und der Zulassung privater Kleinbetriebe und freier Märkte. An diesen Schritten zeigt sich deutlich, dass der kubanische Sozialismus nicht um jeden Preis erhalten werden soll, und dass er nicht auf seiner ideologisch reinen Form besteht; eine grundlegende Liberalisierung des politischen Systems lehnt der Diktator jedoch nach wie vor ab.
Kuba ist wohl gerade deshalb ein so bemerkenswertes Land, weil die Kubaner trotz der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse so heitere und gesellige Menschen sind. Auch wenn das Leben in ihrem Land bisweilen düster erscheinen mag, bleiben ihnen immer noch die Begeisterung für Volksmusik und der Stolz auf ihre sportlichen Leistungen.
Kommentar schreiben
Fürstentum Liechtenstein
Verfasst in Info , Liechtenstein am 4. Februar 2007
Die Liechtensteiner Staatsform - die parlamentarische Monarchie Liechtenstein mag ob seiner Ausmaße wie ein Zwerg erscheinen, und doch ist dieses Land selbstbewusst und zählt sicher nicht zu den unwichtigen Ländern Europas. Als Fürstentum ist die Entwicklung des Landes seit vielen Jahrhunderten eng mit dem Adelshaus, welches den Rang des Staatsoberhauptes innehat, verbunden, und diese Verbindung hat sich auch im 20. Jahrhundert niemals sta [...]Palatino
Verfasst in Info , Italien am 26. Januar 2007
Rom: Was es im Palatino zu sehen gibt Ganz in der Nähe des berühmten Forum Romanum liegt eine besonders interessante archäologische Zone aus der römischen Kaiser- und Patrizierzeit. Hier ließ Kaiser Domitian einen Palast mit zwei Seitenflügeln bauen, der in einen öffentlichen und einen privaten Teil unterteilt war. Das Haus der Flavier hatte Wände, die ganz aus weissem Marmor bestanden, während der Hof des Palastes mit kunstvoll ge [...]


