Ponte Vecchio Geschichte

Die bedeutende Stellung die Brücke für Florenz und den Handel der Stadt

Im 14. Jahrhundert, als Florenz trotz aller innenpolitischen Streitigkeiten eine beispiellose Blüte erlebte, war man auf gute Verbindungswege innerhalb der Stadt mehr und mehr angewiesen, da der Verkehr gerade in einer Handelsstadt wie Florenz natürlich eine wichtige Rolle einnahm.

So ist es kein Wunder, dass man den neuen Bau der Brücke groß anlegte und ein Bauwerk plante, das dazu geeignet schien, die kommenden Jahrhunderte zu überdauern.

Seit ihrer Errichtung gab es Verkaufsbuden auf der Ponte Vecchio schon immer. Die breite und geräumige Brücke hatte sich alsbald als wichtiger Verkehrsweg im wachsenden Florenz erwiesen, so dass die kleinen Händler diesen Punkt natürlich gerne nutzten, um möglichst vielen Passanten ihre Ware anzubieten.

Am verbreitesten war in den ersten beiden Jahrhunderten nach der Errichtung der Brücke der Verkauf von Mahlzeiten, so dass der Geruch von gebratenem Fleisch und Fisch die Brücke erfüllte. Manche Händler verkauften ihre Nahrungsmittel auch frisch.


 



Gegen Ende des 16. Jahrhunderts sollte diese Tradition allerdings ein jähes Ende finden. Großfürst Ferdinand I. mochte den Geruch von Fleisch und Fisch nicht, und so traf er Maßnahmen, um diese Geruchsbelästigung abzustellen.

Er bestimmte 1593, dass die in der Nähe resi­dierende Gilde der Goldschmie­de und Juweliere mit ihrer ge­ruchlosen Ware in die Geschäfte ziehen sollte, die zuvor von den Händlern genutzt worden waren.
So entwickelte sich Ponte Vecchio bald zu einem Zentrum der Florentinischen Goldschmiedekunst, die international einen hervorragenden Ruf besaß.

Dem größten Gold­schmied aller Zeiten, Benvenuto Gellini, huldigten seine Fachgenossen 1900 mit einer Bronze­büste, die sie mitten auf der Brücke aufstellen ließen. Eine Erinnerung an die großartigen Arbeiten, die dieser Künstler und Handwerker im Laufe seines Lebens geliefert hatte.

Zum unverwechselbaren Bild des Pon­te Vecchio gehört auch der Vasari-Gang, den Cosimo I. als exklusive Verbindung zwi­schen Haus und Büro, dem Falazzo Pitti und Palazzo Vecchio, er­richten ließ.

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