Pfahlhaus

Wie in Venedig wurden die Amsterdamer Häuser alle auf Pfählen errichtet

Die Häuser mussten auf ein Fundament aus Holzpfählen gesetzt werden, die mindestens 11 Meter lang sein mussten. Auf diese Weise wurde eine Verbindung zur festen Sandschicht im Boden hergestellt; die Pfähle wurden in den Boden gerammt, bis sie auf eine feste Sandschicht stießen.

Dieses Einrammen der Pfähle war allerdings eine schwere Aufgabe, die zur damaligen Zeit allein mit Menschenkraft ausgeführt werden musste. Besonders schwierig erwies sich diese neue Bauweise vor allem dann, wenn man ein Haus errichten wollte, das von größerem Ausmaß war als die üblichen kleinen Wohnhäuser in Amsterdam.

Große Gebäude wie der Palast auf dem Dam brauchten auch in Amsterdam ein solides Fundament. Für dieses kolossale Bauwerk mussten beinahe 14.000 Pfähle in den Boden gerammt werden, und dies vor mittlerweile mehr als drei Jahrhunderten, als man über kaum eine Technik verfügte, die eine Hilfe vom Einrammen der Pfähle gewesen wäre.


 



Seit über dreihundert Jahren sorgen die gleichen Holzpfähle dafür, dass der Palast nicht im Erdboden versinkt, und auch heute noch werden alle Gebäude in Amsterdam auf ähnliche Weise gebaut. Allerdings verwendet man heute keine Holzpfähle mehr, denn nach 1945 wurde das Holz durch Beton ersetzt, der natürlich widerstandsfähiger und dauerhaft haltbarer ist.

Außerdem werden die Pfähle seitdem viel tiefer in den Boden gerammt. Man begnügt sich heute nicht mehr mit dem Erreichen der ersten Sandschicht, sondern rammt die Pfähle bis auf die zweite Sandschicht, die ungefähr 20 Meter unter der Bodenoberfläche liegt.

Manche modernen und großen Gebäude stehen sogar auf Pfählen, die 60 Meter lang sind und bis auf die dritte Sandschicht eingerammt worden sind; schließlich will man in Amsterdam kein Risiko eingehen und erst zu spät bemerken, dass das Fundament nicht solide genug errichtet wurde.

An verschiedenen Stellen innerhalb der Stadt hat man Gelegenheit, einige der Pfähle zu besichtigen, die die Stadt über dem Wasserspiegel halten und die den festen Boden für eine wirkliche Metropole bilden.

Diese Icons verzweigen auf soziale Netzwerke bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • YahooMyWeb

Kommentar schreiben

Bevor Sie den Kommentar abschicken, geben Sie bitte den eingeblendeten Sicherheitscode ein. Ist der Code Ihnen zu unleserlich, klicken Sie auf
das Bild und Sie bekommen einen neuen Sicherheitscode:

 



Ihr Kommentar wird manuell geprüft und ggf. veröffentlicht



Luxemburg Bahn


Für wen sich die Anreise mit der Bahn besonders lohnt Die Bahnverbindungen zwischen Luxemburg in den europäischen Nachbarstaaten sind sehr gut. Insbesondere die Eurocityzüge bieten schnelle und unkomplizierte Verbindungen nach Deutschland aus Mainz oder Koblenz, wobei man üblicherweise einmal umsteigen muss. Von Basel oder Metz aus ist Luxemburg ebenfalls sehr leicht zu erreichen. Alle Züge, die von den Nachbarstaaten aus nach Luxembur [...]

Rom Wetter


Das Klima der Stadt Rom Im Vergleich zu den Verhältnissen in Deutschland ist Rom eine echte Schönwetterstadt. Das Klima ist das ganze Jahr über mediterran, die Temperaturen sind üblicherweise relativ hoch, und viele Tage werden begleitet von einer beachtlichen Zahl von Sonnenstunden. Besonders im Sommer sind viele Besucher überrascht von den wirklich bulligen Temperaturen, die in der Stadt herrschen, weshalb man diese Zeit auch nicht [...]