Pantheon Paris

Das Panthéon

Zwischen 1756 und 1790 entstand das Panthéon auf dem Gelände einer früheren Kirche, die der Schutzheiligen von Paris, der heiligen Geneviéve, geweiht war. Der Bau war ebenfalls als Kirche geplant, doch die Wirren der Französischen Revolution brachten auch eine Abkehr von den alten religiösen Werten mit sich, und man wollte keine neue Kirche mehr errichten, da diese in den Augen der Revolutionäre die alte Herrschaft symbolisiert hätte – waren Staat und Kirche in der Zeit der Monarchie doch oft recht fest verbunden gewesen.

Für die Revolutionäre waren nun beide Einrichtungen mehr oder wenige große Feindbilder, und man fand es damals weitaus angemessener, den klassizistischen Prachtbau ruhmreichen Franzosen zu weihen, da die nationale Identität eher wichtiger geworden war durch das Ende der Feudalherrschaft.


 



Die Bezeichnung „Panthéon“ wurde gewählt, weil dies in heidnischen Zeiten einen Bau benannte, der allen nationalen Gottheiten geweiht war. Für die Franzosen waren diese Weihestätten also Orte gewesen, in denen die keltischen und teilweise römischen Gottheiten verehrt wurden, die das Land vor der Christianisierung geprägt hatten.

Das Panthéon ist nun mit diesen Gottheiten nicht wirklich verbunden, doch erschien der Name damals passend. Die Fenster, die den Innenraum der Kirche erhellten sollten, wurden zugemauert – das Gebäude wirkt dadurch düster und kalt, doch störte dieser Eindruck die damaligen Machthaber wenig. Nicht umsonst wird der „Dom der großen Männer“ oft mit einem Mausoleum verglichen – die dunkle, aber weihevolle Atmosphäre war jedoch genau passend, um die Erinnerung an die Toten wach zu halten und sie zu ehren.

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