Niederlande Politik

Die parlamentarische Erbmonarchie der Niederlande als politisches System

Wie andere europäische Länder, in denen sich die aristokratischen Wurzeln der Landesführung erhalten konnten, werden auch die Niederlande als konstitutionelle Erbmonarchie geführt.

Die Regierung führt der Premierminister, während die Staatsführung dem niederländischen Monarchen unterliegt. Seit 1980 nimmt Königen Beatrix aus dem Hause Oranien-Nassau diese Rolle ein, die somit den Titel der Königin der Niederlande trägt.

Das Königreich der Niederlande umfasst noch heute die Insel Aruba und die Niederländischen Antillen als ein Relikt aus den kolonialistischen Zeiten. Auch wenn es in diesen Gebieten gewisse Autonomiebestrebungen gibt, befinden sie sich seit einiger Zeit recht stabil unter niederländischer Oberherrschaft.

Das politische System in den Niederlanden ist von einer angenehmen Ruhe geprägt. Allgemeines Wahlrecht gilt für alle Menschen ab 18 Jahren, und das parlamentarische Regierungssystem mit seiner Volksvertretung in den zwei Kammern der Generalstaaten wird von der Bevölkerung in hohem Maße anerkannt.


 



In diesen zwei Kammern findet man insgesamt 225 Abgeordnete; 75 von ihnen werden auf vier Jahre in die erste Kammer gewählt, während 150 in die zweite Kammer gewählt werden, ebenfalls für eine Periode von vier Jahren. Die politisch bedeutenderen Entscheidungen werden in der zweiten Kammer getroffen.

Der Regierungschef wird vom Monarchen ernannt und arbeitet aus diesem Grund traditionell sehr eng mit ihm zusammen. Eine wichtige politische Funktion nimmt auch der beratende Staatsrat mit maximal 28 Mitgliedern ein: die Mitglieder werden vom Monarchen, der zugleich Präsident des Staatsrats ist, auf Lebenszeit berufen und üben beratende Funktionen aus.

Innerhalb dieses konservativen und recht ruhigen politischen Systems findet man eine Politik mit breit angelegten Koalitionsregierungen, in der lange Beratungen und große Verhandlungen an der Tagesordnung sind.

Im Vergleich zu Deutschland kennt man in den Niederlanden eine recht starke Basisdemokratie, die sich breiter Zustimmung unter den Bürgern erfreut und die auch viele Beteiligte aus diesem in das politische Geschehen integriert.

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