Museum Zürich
18. Februar, 2007 von Moderator
Die Vielfalt Zürcher Museen, von Kunst bis Kaffee und Historik
Der Geist einer Stadt wird sicherlich am besten in deren Museen widergespiegelt, vor allem Kunstmuseen geben Aufschluss über die Entwicklungen und Tendenzen einer Gesellschaft, da Kunst immer ein Spiegel des Zeitgeschehens war und noch immer ist.
So fällt in den Kunstmuseen Zürichs vor allem auf, dass gerade in Kriegszeiten dies ein Geburtsort neuer kreativer Einfälle und Stilrichtungen war, beispielsweise entwickelte sich hier in Zürich die Dadaismus Bewegung und die Bauhaustradition wurde fortgeführt, nachdem diese kriegsbedingt aus Weimar abwandern musste.
Auch gab es viele Zürcher Künstler, die in die weite Welt hinauszogen, um dort an Erfahrung und Ruhm zu gewinnen, die irgendwann wieder heimkehrten und massig an kulturellem Gut mitbrachten oder hier weiter herstellten. Zu solchen Ausgewanderten Künstlern, die wieder heimkehrten zählen unter anderem Alberto Giacometti, Meret Oppenheim und Daniel Spoerri, die nicht nur ihre eigene Kunst, sondern teilweise auch Kunstwerke anderer Künstler aus aller Welt mitbrachten.
Das Kunsthaus Zürich ist für zeitgenössische und moderne Kunst die beste Anlaufstelle und europaweit bekannt für die reichhaltige Sammlung und die Wechselausstellungen von höchstem Niveau. Unter anderem findet man hier größere dauerhafte Sammlungen von Munch und Giacometti, sowie einige Bilder von Monet.
Mehr von Monet und anderen Impressionisten bekommt man in der Sammlung Bührle zu sehen, die zudem Werke von Van Gogh, Manet, Cézanne, Gaugin und Picasso zu ihren kostbaren Schätzen zählt. Moderne Kunst findet man in vielen weiteren Museen und privaten Sammlungen, zum Beispiel im Kunsthaus in der Limmatstrasse.
Auf die Werke alter Meister, vor allem auf alte Kunstgegenstände aus Zürich und der Schweiz hofft man jedoch fast vergebens, denn während der Zeit der Reformation unter Zwingli wurde das meiste an alter Kunst verbrannt, die als zu profan, pompös und selbstherrlich empfunden wurde.
Doch gibt es schließlich noch andere Museen als die für Kunst. Zum Beispiel Kulturhistorische Museen, von denen das Schweizerische Landesmuseum im Schloss am Hauptbahnhof kaum zu übersehen ist. Da es die größte kulturgeschichtliche Sammlung der Schweiz beherbergt wäre es auch schade, wenn man es einfach überginge, denn von der Steinzeit bis zur Moderne und in die Gegenwart hinein reichen die Objekte dieses Museums.
Nicht ganz so weit in die Vergangenheit blicken lässt das Haus Zum Rech, das ein baugeschichtliches Stadtarchiv mit Modellen, Bildern, Karten, Plänen und Kupferstichen von Zürich aus dem 18. Jahrhundert beherbergt. Jedoch wird hier die gesamte Baugeschichte Zürichs dargelegt, nur fehlen zu den ersten Jahrhunderten der Stadt eben all die oben erwähnten Dokumente.
Sehr interessant sind auch Spielzeugmuseum und Zinnfigurenmuseum, die nicht nur für Kinder geeignet sind. Im Land der berühmten Schweizer Uhrwerke darf ein Uhrenmuseum natürlich nicht fehlen, und so findet man dieses direkt auf der Bahnhofstrasse. Im Johann Jacobs Museum wird hingegen die Kaffeekultur der Schweiz zurückverfolgt und alles von Herstellung bis Entdeckung des schwarzen „Türkentrunks“ erklärt.
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