Medici Saal
24. April, 2007 von Moderator
Den größten Geldgebern ist in den Uffizien ein eigener Raum gewidmet
Durch seinen Stil, der bereits eine Fortsetzung der Renaissancetugenden beinhaltete, erschuf er besondere Werke von dieser einflussreichen Familie. Faszinierend ist zum Beispiel das noble Porträt von Eleonora da Toledo, der Frau Cosimo I. Sie ist abgebildet mit ihrem Sohn Giovanni, dem zukünftigen Kardinal.
Beide Gestalten bestechen durch überaus starken und beherrschten Eindruck, so dass man sich direkt in die Herrschaftsepoche dieser einflussreichen Familie zurückversetzt fühlt. Weniger ehrfurchtserweckend sind das pausbäckige Brüderchen Garcia und seine herzige Schwester Isabella, die ebenfalls auf diesem Porträt verewigt sind.
Künstlerisch noch eindrucksvoller ist allerdings die Darstellung von Lucrezia Pancialichi. Diese Frau, die meisterhaft vom Hofmaler der Medici auf die Leinwand gebracht wurde, scheint bei diesem Werk von einer geheimnisvollen Aura umgeben.
Selbstverständlich wurden die Medici nicht ausschließlich von diesem einen Maler porträtiert, und so findet man auch andere Werke bedeutender Künstler, die sich mit den Mitgliedern der Familie beschäftigen.
Jacopo Pontormo, der Lehrer von Bronzino, malte den ausdrucksstarken Cosimo den Älteren, während Giorgio Vasari den markanten Lorenzo il Magnifico festhielt. Beide Porträts sind allerdings postum entstanden, weshalb ihre Authentizität im Ausdruck nur teilweise gewährleistet ist.
Rosso Fiorentino, der zwischen 1495 und 1540 lebte, erfrischt den Zuschauer mit dem Charme seines musizierenden Engels, dem sich keiner entziehen kann. Die Darstellung ist nicht direkt mit der Familie Medici verbunden und soll doch ein Werk sein, dass im Auftrag der Medici entstanden ist.
An Anmut fehlt es auch der Marmorfigur der berühmten „ Mediceischen Venus “ nicht. Dieses Bildnis reiht sich auf der einen Seite sehr gut in die griechisch-römischen Statuen in diesem Saal ein, sticht aber durch ihre besonders markanten Merkmale gleichzeitig auch hervor.
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