Maria Weißenstein

Die Wallfahrtskirche Maria Weißenstein und ihr wunderwirkender Ruf

Das berühmteste kirchliche Bauwerk der Region ist sicherlich die Wallfahrtskirche Maria Weißenstein. Diese berühmte Kirche liegt ganz einsam an ei­nem flachen Hang südlich von Deutschnofen, auch wenn man sie eigentlich nicht zu diesem kleinen Ort zählen kann. Sie gehört nämlich zum Ort Petersberg, wo man auf die Zugehörigkeit dieser Wallfahrtskirche natürlich ebenfalls sehr stolz ist.

Die Gründung von Maria Weißenstein geht auf eine Legende zurück, an der sicherlich mehr als ein Fünkchen Wahrheit ist. Dieser Geschichte nach, die wenigstens durch ein Gelübde begründet sein soll, wurde ein gewisser Leonhard, Bauer auf dem nahe gelegenen Weißensteinerhof von der Maria selbst nach einem Sturz in eine Schlucht gerettet und bedankte sich mit dem Bau einer Kapelle.

Man geht heute davon aus, dass Leonhard ein Epileptiker war, der durch diese Krankheit überhaupt erst in diese missliche Lage geraten war, weshalb das legendäre Eingreifen der Heiligen Maria natürlich eine besondere Bedeutung einnimmt.


 



Menschen, die ebenfalls auf der Suche nach Heilung waren, begannen nach Maria Weißenstein zu pilgern, nachdem diese Legende Verbreitung erfahren hatte. Da die Geschichte überall in der Region und teilweise auch außerhalb schnell sehr populär wurde, konnte die kleine Kapelle des Bauern Leonhard dem Ansturm nicht mehr gerecht werden und so wurde die bald zu kleine Kapelle 1561 durch eine Kirche ersetzt, die mittlerweile nicht mehr allein durch eine private Spende gebaut wurde.

1718 wurde sie dem Servitenorden übergeben, der zu dieser Zeit sehr einflussreich war. Der Orden ließ die Kirche erweitern und vergrö­ßern und nutzte die große Beliebtheit als Wallfahrtsort gerne für seine Zwecke. 1753 wurde Maria Weißenstein im Zuge der allgemeinen Mode barock erneuert, und die beiden kleinen Türme sowie die Kuppel, die heute das äußere Erscheinungsbild der Kirche prägten, wurden errichtet.

In der neuen Kirche sind heute die Fresken des Wiener Hofmalers Adam Molk, die aus dieser Zeit stammen, die größte künstlerische Attraktion im Inneren von Maria Weißenstein. Das Kloster war zwischen 1787 und 1836 aufgehoben, als der Servitenorden seinen Einfluss verlor, und Kloster wie Kirche wurden teilweise ihres Schmucks be­raubt, was man heute als einen schweren, aber leider nicht mehr zu behebenden Schaden ansieht.

Auf der linken Seite der Kirche befinden sich die alte Kapelle und die Samm­lung der Votivgaben, die von den Pilgern im Laufe der mittlerweile sehr langen Geschichte dieser Kirche dargebracht wurden. Vor allem an Marienfeiertagen, allen voran dem 15. August, ist Maria Weißenstein noch heute ein beliebtes Pilgerziel für Zehntausende von Besuchern. So weit reicht der Ruf dieser Kirche, dass selbst der Papst zu den Besuchern gezählt werden kann, denn er kam im Jahr 1988 nach Maria Weißenstein.

Diese Icons verzweigen auf soziale Netzwerke bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • YahooMyWeb

Kommentar schreiben

Bevor Sie den Kommentar abschicken, geben Sie bitte den eingeblendeten Sicherheitscode ein. Ist der Code Ihnen zu unleserlich, klicken Sie auf
das Bild und Sie bekommen einen neuen Sicherheitscode:

 



Ihr Kommentar wird manuell geprüft und ggf. veröffentlicht



Flair Hotel


Glossar: Landestypische Einrichtung Begriff aus der Katalogsprache, die Reiseveranstalter gern zur Verschleierung von Mängeln verwenden. Ein Hotel mit landestypisch eingerichteten Zimmern ist oft kärglich ausgestattet, da man diesen Terminus nur dann verwendet, wenn es nichts anderes zu sagen gibt. Komfort findet man hier nur in geringem Maße, während die Ausstattung insgesamt kahl und nüchtern ist. Für einen Urlaub, den man kaum in sein [...]

Kunstschätze San Lorenzo


San Lorenzo, Florenz Auch die Kunst selbst ist in San Lorenzo ausreichend vertreten, da diese Kirche nicht nur durch ihre spätere Funktion als Hauskapelle der Familie Medici zu außerordentlicher Wichtigkeit gelangte. So findet man in den Seitenschiffen bei der zweiten Kapelle rechts und der sechsten links außerordentliche Werke des Manieristen Rosso Fiorentino, so wie auch der Heilige Joseph als Tischler von dem 1988 in Flo­renz versto [...]