Liebfrauenkirche

Die Bedeutung zweier der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Klausens

Über den Säbner Aufgang geht es hinauf zur wichtigsten Kirche von Klausen, doch hat man auf dem Weg noch die Gelegenheit, eine Reihe von weiteren historischen Sehenswürdigkeiten zu bewundern.

Die lange Stiege des Aufgangs führt von der Unterstadt bis zur Heilig­kreuzkirche auf der Spitze des Säbner Berges. Der Weg war früher für die meisten Reisenden, bei denen es sich ja um Kaufleute handelte, von untergeordnetem Interesse, da man sich zum Gebet auch in eine der Kirchen direkt in der Stadt begeben konnte.

Heute allerdings ist dieser Weg für die meisten Besucher sehr wichtig, und auch in der Vergangenheit kamen stets beachtliche Zahlen von Wallfahrern in den Ort. Der Säbner Aufgang war und ist ein Wallfahrts- und Kreuzweg von großer Bedeutung, wie die Kreuzwegstationen zeigen.


 



Auf dem Weg über den Aufgang passiert man nach einem steilen Treppenstück die Burg Branzoll, die mit ihrem mächtigen Bergfried besticht. Leider ist diese Burg nicht zu besichtigen, doch hat man auf dem Weg immerhin die Möglichkeit, dieses große Bauwerk von außen zu betrachten.

Branzoll war nicht nur, wie der Name vermuten lässt, eine Zollburg, die für das Eintreiben der Zölle in vergangenen Jahrhunderten verantwortlich war, sondern stellte für die Bewohner von Klausen auch eine militärische Niederlassung dar, die für die Sicherheit der Region sorgte.

Nach dieser beeindruckenden Burg erreicht man die Liebfrauenkirche, die für die Wallfahrer das Ziel der Reise ist. Es handelt sich um einen achteckigen barocken Zentralbau von großer Pracht, der von den Bewohnern Klausens als Dank für ein Wunder errichtet wurde.

Schön sind die Fresken zum Marienleben in der Kuppel, die man im Inneren bewundern kann, und die die Widmung der Kirche an die Heilige Maria eindeutig bezeichnen. Die Kirche entstand als Votivkirche der Klausner Bürger im 17. Jahrhundert. Man schrieb es der Muttergottes, der Heiligen Maria, zu vor der Pest bewahrt worden zu sein, die in anderen Teilen Südtirols mit großer Macht gewütet hatte. Da Klausen in dieser Zeit noch ein wichtiger Verkehrswegpunkt war, ist es in der Tat verwunderlich, dass die Pest keinen Einzug in dieses kleine Dorf fand.

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