Leon Batista Alberti

Florenz - Berühmte Persönlichkeiten:

Dieser Architekt von Weltruhm lebte zwischen 1404 und 1472. Er wurde als uneheliches Kind eines im Exil lebenden Florentiner Kauf­manns und einer Adligen geboren und hatte damit vom Stand her eigentlich keinen besonders guten Ausgangspunkt für die Karriere, die sein Leben später beherrschen sollte. Alberti kam in Genua auf die Welt, fernab von Florenz, bedingt durch das Exil seines Vaters.

Das Studium des Kanonischen Rechts an der Uni Bo­logna brach der junge Mann ab, um sich 1432 dem Studi­um der Optik in Rom zu widmen, das er mit mehr Energie und besseren Ergebnissen abschloss. 1434 kam Alberti nach Florenz und ließ sich voller Begeisterung in der Stadt nieder, aus der sein Vater verbannt worden war.

Der intellektuell äußerst vielseiti­ge Alberti verfasste Traktate und Bücher zu vielen verschiedenen Bereichen des Lebens. Er schrieb über die Familie, die Seelenruhe, über mathematische Spiele und schließlich stellte er auch die erste italienische Grammatik auf.


 



Einige seiner Werke wurden bekannt und erlangten die Hochachtung seiner Zeitgenossen, anderen war ein solches Schicksal nicht vergönnt. Sein besonders beeindruckendes und bis heute überliefertes Lebenswerk allerdings erschuf Alberti erst nach diesen ersten Werken.

Die anti­ke Baukunst und die Bücher des Vitruv sind Thema seiner Arbeit als Architekt. Mit der Architektur begann er etwas später als mit anderen Wissenschaften, schaffte es aber immerhin, auch ein sehr beachtliches theoretisches Fundament unter seine Werke zu mauern.

Zu den architektonischen Hauptwer­ken Albertis gehören in Florenz die Fassade von Santa Maria Noveila, die ab 1456 gebaut wurde, und der harmonische Palazzo Rucellai von 1450. Auch die klassizis­tische Fassade des Tempio Malatestiano in Rimini, der von 1447-1468 errichtet wurde, stammt von ihm. Seine Arbeit war keineswegs auf seine Heimatstadt beschränkt, auch wenn Florenz zu allen Zeiten im Mittelalter einem Architekten immer einen guten Boden bot.

1472 begann er die Umstrukturierung von San Andrea in Mantua und schuf damit ein deutlich in Richtung barocke Kirchenarchitektur weisendes Bauwerk. Noch im selben Jahr starb Alberti in Rom, kurz nachdem er eine wirklich richtungsweisende Arbeit für die Zukunft begonnen hatte.

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