Lajen Südtirol
21. Februar, 2007 von Moderator
Lajen, Das letzte deutschsprachige Dorf: Abgelegen, bei Touristen beliebt
Das Grödner Tal in Südtirol ist zum größten Teil von der ladinischen Kultur beherrscht, doch thront über dem Eingang zu diesem Tal ein deutschsprachiger Ort, das große Dorf Lajen. In der Vergangenheit fristete Lajen ein relativ bescheidenes Schicksal, denn das Dorf war, wie viele andere Orte in so hoher Lage, für die meisten Besucher von außerhalb nur wenig interessant.
Heute aber profitiert man in Lajen von dieser nicht ganz leicht erreichbaren Lage, da sie anziehend für Touristen wirkt. Auf einer höheren Sonnenterrasse dehnt sich das eigentliche Dorf aus, von dem aus man an vielen Punkten einen beeindruckenden Blick auf das tiefer liegende Tal hat. Lajen dehnt sich in einer Höhe von ungefähr 1100 Meter aus, doch liegt in dieser Höhe nur das eigentliche große Dorf.
Auf einer tieferen, schmaleren Terrasse in einer Höhe von ungefähr 800 Metern liegen die Höfe des Lajener Rieds, die in der Vergangenheit den wichtigsten landwirtschaftlichen Beitrag für die Versorgung der Region geliefert haben. Tschöfas, Tanürz und Sankt Peter mit seiner großen Kirche sind isolierte Weiler etwas außerhalb von Lajen, so dass man insgesamt in diesem Gebiet eine interessante Vielfalt von Ausflugszielen vorfindet.
Lajen mag in der Vergangenheit einmal recht uninteressant für Fremde gewesen sein, heute gilt dies für das Dorf sicherlich nicht mehr; selbst wenn man hier natürlich Ruhe und Geruhsamkeit zu erwarten hat, da man sich immerhin in einem kleinen und abgelegenen Ort befindet.
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