Kuppel Dom Florenz

Wie der Bau der florentinischen Domkuppel von Brunelleschi gelöst wurde

Verschiedene Architekten, die zu Rate gezogen wurden, stellten ihre Pläne vor, doch allein Brunelleschi konnte wirklich dieses Mammutprojekt in ausreichendem Maße überblicken.

1420 wurde ihm freie Hand für den Kuppelbau gelas­sen, doch hatten die Geldgeber natürlich gewisse Vorstellungen, die sie von ihm gerne realisiert wissen wollten.

Die Kuppel sollte freitragend, also ohne stützendes Gerüst, in die Höhe wachsen. Ein Projekt, das nicht nur mit den damaligen technischen Hilfsmitteln nur schwer umzusetzen war.

Brunelleschi entwickelte allerdings einen geschickten Plan, um die Kuppel in die Form zu bringen, in der sie noch heute existiert: sie besteht aus zwei konzentrischen Schalen mit 1,20 Meter Zwischenraum. Darin sind die senkrechten und waagerechten Verstrebungen, aber auch die Treppen unterge­bracht, die über 463 Stufen bis zur Laterne hochführen.


 



Durch diese geniale Konstruktion war der Verzicht auf stützende Bauwrke möglich, während man gleichzeitig die Haltbarkeit und die Sicherheit des Gebäudes gewährleisten konnte.

Mit äu­ßerster Präzision mussten Form und Position jedes einzelnen Bausteins im Voraus berechnet und gesichert sein, denn oben in der Kuppel war eine Nachbear­beitung nicht möglich. Die Elemente der Kuppel waren, wenn sie einmal angebracht waren, unwiderruflich mit der Kuppel verbunden.

So überwachte der Ar­chitekt sogar die Herstellung der Ziegelsteine, die fischgrätenartig aneinander gefügt wurden; eine architektonische Meisterleistung, die dem Werk bis heute Bewunderung einbringt.

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