Kunst Mittelalter
3. Juni, 2007 von Moderator
Wie auch die Kunst in Florenz von der wirtschaftlichen Blütezeit profitierte
Auf jeden Fall ermöglichte der lebhafte Aufschwung der Stadtgemeinde, bei einer eigentlich sehr strengen Steuerpolitik, die Finanzierung von ansehnlichen Bau- und Kunstwerken, die zu einigen Teilen bis heute erhalten sind.
Auch der kolossale Bau des Doms, der alle anderen im Lande übertreffen sollte, wurde zu Lasten der Stadtkasse und nicht aus Kirchenbeiträgen errichtet, da man in Florenz gerne auf ein so monumentales Bauwerk blicken wollte, mit dem die Stadt ihren Machtanspruch und ihre politische Position deutlich dokumentieren konnte.
Ganz selbstverständlich betrachtete man jegliche Bautätigkeit und künstlerische Gestaltung als wichtige öffentliche Angelegenheit, ebenso wie den Ausbau des Bankenwesens, das einen immer größeren Einfluss auf die florentinische Wirtschaft nahm.
Nachdem sich dieser Einfluss im Verlauf des 14. Jahrhunderts immer deutlicher zeigte, da die guten Zeiten zu erheblichen Investitionen führten, die mit Krediten finanziert wurden, wurden die Banken mehr und mehr mit kritischem Blick verfolgt.
Ein beeindruckendes Monument aus der Zeit des späten Mittelalters ist der Hauptplatz, der dem Bildhauer Mino da Fiesole, der von 1429 bis 1484 lebte, gewidmet ist. An diesem Platz erheben sich Bischofspalast und Dom.
Die romanische Basilika des Heiligen Romolo mit ihrem zinnengekrönten Campanile wurde gegen Ende des vorigen Jahrhunderts restauriert, wobei die Arbeiter allerdings den Fehler begangen, die Ursprünglichkeit in gewissem Maße zu verfälschen, weshalb man von einer Überrestauration sprach.
Unter ihren Kunstschätzen sind so wertvolle Stücke wie die Terrakottastatue des San Romolo von Giovanni della Robbia, die man über dem Eingangstor findet, und Mino da Fiesoles herausragende Marmorskulpturen in der Salutati-Kapelle.
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