Kuba Menschen
5. Dezember, 2006 von Moderator
Was die Bevölkerung in Kuba prägte und zu etwas Besonderem macht
Kubaner haben einen anderen Freiheitsbegriff als viele Menschen, die stärker von der westlichen Kultur geprägt sind; für sie ist es Freiheit, ihr Leben genießen zu können und einigermaßen unabhängig zu leben, während die freie Meinungsäußerung, die natürlich am deutlichsten von außen kritisiert wird, ihnen weitaus weniger wichtig ist.
Sie haben sich im Laufe von zwei Diktaturen, die beinahe das gesamte 20. Jahrhundert beherrschten, zu einem sehr anpassungsfähigen Volk entwickelt; die Vergangenheit des Landes hat dies nur weiter begünstigt, da Kuba auch in den glorreichen früheren Tagen des Landes dem einfachen Volk meist nicht viel zu bieten hatte.
Noch heute sind Sprache und Kultur einigermaßen deutlich durch die Einflüsse der spanischen Eroberer geprägt, die mit Columbus auf die Insel kamen und die in den folgenden Jahrhunderten dem Land unabwendbar ihren Stempel aufdrückten. Noch heute spricht man spanisch in Kuba, und die größte religiöse Gruppe sind die Katholiken, die allerdings bestimmten eigenen kubanischen Einflüssen und Riten ausgesetzt sind und die nicht mehr recht das verkörpern, was man sich in Spanien unter den Vertretern dieser Religion vorstellt.
Die Zeit des direkten spanischen Einflusses ist allerdings lange vorbei, so dass niemand in Kuba mehr ernsthaftes Interesse daran hat, den Anforderungen und Vorstellung des ehemaligen Mutterlandes zu viel Bedeutung beizumessen. In Kuba ist man stolz auf seine eigenen Vorstellungen, auf seine eigene Note und nicht zuletzt eben auf genau das, was Kuba zu Kuba macht.
Trotz der Lebensfreude der Menschen und der verbesserten Situation seit dem Ende der Batista-Diktatur ist Kuba dennoch ein sehr armes und nicht besonders wirtschaftsstarkes Land. Die UdSSR, die vor allem in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts eine wichtige Rolle in der politischen Landschaft Kubas einnahm, konnte dem Land, welches ehemals in die Dritte Welt einzuordnen war, zwar einigermaßen bei der Entwicklung helfen, doch ist Kuba noch heute weit davon entfernt, ein westliches Industrieland zu sein.
Kubaner sind leider bis heute zumeist recht arm, und auch wenn sie von einem recht umfassenden Schutz durch die Gewerkschaften des Landes profitieren können, ändert dies insgesamt nichts an der Tatsache, dass die kubanische Wirtschaft bis jetzt kaum Sonderleistungen erbracht hat.
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