Kuba Geschichte

Wodurch die Republik Kuba zu dem wurde, was sie heute ist

Kuba ist eine der schönsten karibischen Inseln vor der amerikanischen Küste und wird nicht umsonst die Perle der Antillen genannt. Sind schon viele andere Inseln dieser Gruppe als außergewöhnliche Reiseziele bekannt, so sollte man dennoch erwähnen, dass Kuba unter ihnen eine wirklich besondere Stellung einnimmt, und dies gleich in mehreren Beziehungen.

Es ist nicht nur das einzige sozialistische Land in Amerika, sondern stellt als eigenständige kommunistische Republik mittlerweile einen der wenigen Staaten dar, die nach dem Fall des Ostblocks noch weiter diese Staatsform bevorzugen.
So ist der Name Republik Kuba auch hier, wie bei anderen sozialistischen Staaten, irreführend, da die Wahlen in dieser Republik durch ein Einparteiensystem einen sehr ironischen Charakter haben.

Die einzige zugelassene Partei in diesem Land ist die PCC, die Kommunistische Partei Kubas, die mehr als 450.000 Mitglieder zählt und die in der Vergangenheit nicht selten relativ harsch gegen politische Gegner vorging.


 



Der erste Schritt zur Entwicklung einer solchen kommunistischen Republik war die Revolution von 1959, die die Diktatur von Fulgencio Batista beendete. Diese Diktatur war in der Tat in vielen Bereichen eine echte Qual für die Menschen, die dort leben mussten, so dass das System Kubas, welches fast alle Macht in der Hand von Fidel Castro vereint, auch wenn das natürlich den Schluss nahe legt, dass wieder die Diktatur statt das Sozialismus das eigentliche System in Kuba ist; auf jeden Fall eine spürbare Erleichterung bedeutet hat.

1976 wurde das heutige politische System nach dem Modell östlicher sozialistischer Staaten mit starker Schützenhilfe durch die UdSSR eingerichtet, die natürlich froh war, so nah beim Erzfeind Amerika einen Verbündeten zu finden. Höhepunkt der politischen Verwicklungen in Kuba war die sogenannte Kuba Krise, die für einige Tage die Welt an den Rand eines Atomkriegs brachte.

Nach dem Fall der UdSSR ist Kuba dennoch ein relativ leistungsfähiger Staat, der eine Entwicklung hinter sich hat, von der viele andere vergleichbare Länder beinahe nur träumen können. Die Zuckerinsel glänzte zeitweise mit Erfolgsmeldungen, die man anderswo in vergleichbaren Ländern vergeblich suchen musste.


 



Die Lebenserwartung ist zum Beispiel seit der Revolution von durchschnittlich fünfzig auf über siebzig Jahre gestiegen, der Ausbau des Schulwesens hat die Analphabetenquote auf unter 5% gesenkt heruntergedrückt, und nur noch jeder zwanzigste Haushalt muss auf Stromversorgung verzichten, auch wenn Stromausfälle bis heute gerade auf dem Land keine Seltenheit sind.

Daher bestreitet heute beinahe niemand mehr, dass es den Kubanern unter Fidel Castro lange Zeit viel besser ging als unter der Diktatur von Batista. Doch die wirtschaftlichen Erfolge mögen groß sein, sie können jedoch in den Augen vieler Wirtschaftstheoretiker und Politologen nicht alles aufwiegen, was unter Castro in Kuba geschieht. Auch bei den betroffenen Kubanern selbst gibt es schon seit längerer Zeit starke Kritik am Kubanischen Modell des Sozialismus.

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