Kloster Santa Croce
16. Mai, 2007 von Moderator
Die wechselhafte Geschichte von Santa Croce vor ihrer Fertigstellung
Es ist leicht einsichtig, dass eine Kirche mit einer so bewegten Geschichte auch mehrere Male ihr äußeres Erscheinungsbild verändert und sich den äußeren Bedingungen angepasst, oder diese an sich herangelassen hat. Ein gutes Beispiel für eine solche Veränderung ist der Bau der T-förmigen Riesenhalle.
Dieses Bauwerk von 115 Meter Länge begann 1294 der Baumeister Arnolfo di Cambio. Zu dieser Zeit war Cambio der meistbeÂschäftigte Architekt der Stadt schlechthin, was man bei einem Spaziergang durch Florenz noch heute leicht zu sehen bekommt, wenn man auf die Erschaffer der historischen Werke achtet.
Diese Halle allerdings zählt nicht zu Cambios Meisterwerken, sondern entwickelte sich zu einem echten Problem. Sie wurde ein echtes LangzeitproÂjekt, das erst 1842 einigermaßen vollendet wurde und zwar durch den 1512 eingestürzten Glockenturm. Seine Spitze, eiÂnem Minarett ähnlich, ist aus der Stadtsilhouette nicht mehr wegÂzudenken.
Ein Jahrzehnt später begann man mit dem Bau der neugotischen Prunkfassade, die natürlich gegenüber dem Rest der Kirche nicht mehr zeitgemäß war. Damit dieser Bau möglich war, legte der englische KunstÂmäzen Sloane 12.000 Goldpfund in die Spendenbüchse; eine damals überaus beeindruckende Summe, zumal es für einen Engländer nicht typisch ist, ein Werk außerhalb seines Landes zu fördern. Man weiß jedoch, dass Sloane von Santa Croce so sehr begeistert war, dass er die Kirche nicht unvollendet wissen wollte.
Allerdings hätte es nicht unbedingt so weit kommen müssen, denn bereits im 15. Jahrhundert standen die Mittel zur Finanzierung der Kirche zur Verfügung. Hätten die Franziskaner die Offerte der Familie Quaratesi nicht ausgeschlagen, hätten sie für die Fertigstellung von Santa Croce über 100.000 Goldflorin verfügt, was damals mehr als genug gewesen wäre.
Allerdings weigerten sich die Mönche, das Wappen der Spenderfamilie an der FasÂsade anzubringen, weshalb Santa Croce heute keine Fassade hat, die zum Rest des Gebäudes wirklich passt.
Allerdings kann man nicht unbedingt sagen, dass diese Art von Kultursponsoring dem eigentlichen Geist einer Spende entspricht; weshalb die Position der Franziskaner nicht unverständlich war und ist.
Kommentar schreiben
Domenico Ghirlandaio
Verfasst in Info , Italien am 13. Juli 2007
Domenico Ghirlandaio: Eine der außergewöhnlichsten Darstellungen Unter all den Darstellungen des Letzten Abendmahls in Florenz, die sich durch viele verschiedene künstlerische Epochen ziehen und die in der Schule vieler verschiedener Meister stehen, gehört das Werk von Domenico Ghirlandaio zweifelsohne zu den außergewöhnlichsten Werken. Es zeichnet sich durch ein über das normale Maß hinaus gehendes erzählendes Moment aus, die fà [...]Zeeland
Verfasst in Info , Niederlande am 6. Mai 2007
Die beliebtesten Badeorte im Land Ein Reiseziel der besonderen Art ist Zeeland in den Niederlanden: ein Landesteil, der auf besondere Weise mit dem Meer verbunden ist. Zur Hälfte See, zur Hälfte Land, so kann man Zeeland mit wenigen Worten beschreiben. Von beinahe jedem Punkt Zeelands aus ist der Strand nur einen Steinwurf entfernt, und mit ihm das Meer, das für die Bewohner des Landes schon immer einen Teil ihres Lebens darstellte. In [...]


