Kloster Neustift

In der Nähe von Brixen liegt das aus dem Mittelalter stammende Kloster

Eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten rund um Brixen ist das alte Kloster Neustift, das nur einen Katzensprung von der Stadt entfernt liegt. Die Klosteranlage Neustift ruht idyllisch zwischen ihren eigenen Weinbergen, mit denen man schon im Mittelalter gutes Geld verdienen konnte sowie die Selbstversorgung mit verschiedenen Gütern des täglichen Lebens sichern.

Das gesamte Kloster ist eine große Anlage, die mehrere Gebäude umfasst, die damals für den Betrieb eines Klosters notwendig waren. Die riesige Anlage besteht aus mehreren Höfen, der großen Klosterkirche, Türmen und gut er­haltenen Außenmauern. Einige Teile des Gebäudes stammen noch aus dem 12. Jahrhundert und sind bis heute erhalten geblieben.

Für das Jahr 1142 ist zum ersten Mal ein schriftliches Zeugnis belegt für dieses Kloster, und mindestens seit dieser Zeit besteht folglich dieses Augustiner Chorherrenstift. Auch heute noch residiert hier dieser Orden, der innerhalb von Südtirol im Mittelalter eine große Bedeutung hatte.


 



Die ältesten Teile dieser Anlage, also ihr Grundstock, entstanden nach einem Brand im Jahr 1190, durch den das alte Kloster beinahe vollständig zerstört wurde.

Im 15. Jahrhundert wurde diese Anlage befestigt, um einen gewissen Schutz gegen die Bedrohungen aus dem Umland zu gewähren, was Neustift aber nicht davor bewahrte, 1525 während des Bauernaufstands geplündert zu werden. Die Augustiner waren zu diesem Zeitpunkt geflohen und entgingen so dem Zorn der unzufriedenen Bauern.

Ab 1735 wurde das Kloster zumindest in den wichtigsten Gebäuden einer neuen künstlerischen Gestaltung unterzogen, die den Barockstil prägend machte für die Kunstwerke, die man noch heute in diesen Gebäuden findet.

Der Besuch im Kloster Neustift ist ein beeindruckendes Erlebnis: man betritt den Klosterbereich durch einen mittelalterlichen Eingangsbau, der in weiten Teilen noch aus dem 12. Jahrhundert stammt, also dem Wiederaufbau nach 1190 entspricht.

Zur Linken findet man dann einen merkwürdigen Rundbau, die so genannte Engelsburg. Dieser Teil des Klosters entstand als Michaelskapelle und war Teil des Pilgerhospizes, das hier für lange Zeit Pilgern auf dem Weg nach Jerusalem Unterschlupf bot.

Diese zogen durch Brixen weiter nach Venedig, von wo aus sie ihren Weg mit dem Schiff fortsetzten.

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