Kloster Neustift Brixen

Was es im Kloster Neustift bei Brixen an Sehenswertem gibt

Während des 15. Jahrhunderts ging im westlichen Europa die Angst vor den Türken um, die zu dieser Zeit mit aller Macht nach Westen strebten und schwächere Länder gnadenlos einer Invasion unterzogen. Aus Angst vor den Invasoren umgab man das Kloster in dieser Zeit mit Befestigungsanlagen. Wehrgänge und Schießscharten sollten sicherstellen, dass dieser kirchliche Ort, der eigentlich zum bevorzugten Ziel der heidnischen Plünderer gehören wurden gesichert wurde.

1476 entstand im Zuge dieser Befestigung zum Beispiel der Türkenturm, den man ebenfalls schon vom Eingang aus sehen kann. Links folgen die Klosterschenke und der Weinkeller des Stifts, der in vielen Jahrhunderten einen Ruf in ganz Tirol genoss.

Dahinter erreicht man den ersten Hof, eines der Zentren des Klosters. Im Gebäude über dem Durchgang befindet sich die Klosterbibliothek, die in der Vergangenheit eine wichtige Funktion als Erhalter alten Wissens erfüllte. Heute kann man sie bei Führungen besichtigen und sich einen Eindruck von diesem beeindruckenden Bau verschaffen.


 



Der zweistöckige Saal mit Stuckdecke, der die Bibliothek beinhaltet, umfasst die beeindruckende Sammlung von etwa 65.000 Büchern, Manuskripten und Karten. Die Neustift-Bibliothek ist ein echtes Juwel des Rokoko, ein Bauwerk von ebenso beeindruckenden Ausmaßen wie von mächtiger künstlerischer Gestaltung.

Damit ist man bei den besonderen Kostbarkeiten in diesem seltenen Gebäude allerdings noch nicht am Ende angekommen. Im ersten Hof zum Beispiel fällt gleich der Weltwunderbrunnen ins Auge, ein Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert, das seinen Namen nicht umsonst trägt.

Der barocke Aufbau des Brunnens, der selbst aus dem Jahr 1508 stammt, zeigt in Gemälden die sieben antiken Weltwunder. Ganz unbescheiden fügt der Brunnen als achtes Weltwunder das zeitgenössische Neustift von 1669 hinzu.

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