Klima Dolomiten
31. Januar, 2007 von Moderator
Wie sich das Klima im Wechsel der Jahreszeiten in den Dolomiten verhält
Benahe die gesamten Dolomiten weisen ein kontinental-alpines Klima auf. Dabei ist es fast gleich, ob man sich im Pustertal im Norden oder im Cadore im Süden befindet; die meisten Regionen unterscheiden sich höchstens minimal voneinander, so dass es nicht besonders schwer ist, eine allgemeine Aussage über die klimatischen Verhältnisse in diesem Gebirge zu treffen.
Die Sommer sind heiß und besonders in den Tälern recht trocken. Nur in den berühmten Klimalagen mit Adriatief fällt oft sehr ergiebiger Regen; allerdings handelt es sich hier um vergleichsweise kleine und seltene Regionen, die man kaum als stellvertretend für eine gesamte Region betrachten kann.
Dieses beinahe milde zu nennende Klima findet man aber nur in den gemäßigten, niedrigeren Lagen, denn wie überall sonst auch sind die Dolomiten im Hochgebirge ein unverlässliches Gebiet. In den höchsten Lagen kann es auch im Hochsommer frieren und schneien, weshalb man sich hier auf jeden Fall darauf einstellen sollte, nur mit guter Ausrüstung aufzubrechen, die auch geeignet sein muss, sich verschiedenen klimatischen Verhältnissen anzupassen.
Der Herbst kommt in den Dolomiten spät und ist meist trocken, weshalb diese Jahreszeit zu den klimatisch verlässlichsten Zeiten im Jahr gehört. Der Herbst ist in diesem Gebirge ideal für Unternehmungen, da zu dieser Zeit auch die teilweise tückischen Wetterumschwünge im hohen Gebirge moderater ausfallen als in anderen Jahreszeiten. Eine Tatsache, die deutschen Besuchern meistens nicht einleuchten will, da sie den heimischen Herbst kennen.
Die Möglichkeiten, diese Vorzugszeit zu nutzen, sind allerdings mäßig, denn bis heute schließen leider die meisten Hotels in den Dolomiten Mitte bis Ende September.
Wer später kommt, sollte rechtzeitig buchen und davon ausgehen, dass alle Seilbahnen geschlossen sind; denn auch wenn die Dolomiten sich in dieser Zeit eigentlich hervorragend für einen Urlaub eignen sind gebirgige Regionen sehr stark saisonabhängig, so dass die meisten Betriebe es sich schlicht und einfach nicht leisten können, ihre Türen für die wenigen Herbstbesucher offen zu halten.
Dennoch sind die Häuser, die gute Herbstarrangements anbieten meist froh um jeden Besucher, so dass man eventuell in den Genuss von Vorzugspreisen kommen kann.
Der dolomitische Winter ist ausgesprochen kalt und überwiegend trocken; was der Kälte eine noch zusätzliche Schärfe verleiht. Die Milde, die der Schneefall in vielen Regionen im Winter öfter einmal mit sich bringt, vermisst man hier an vielen Tagen und kann daher die hohe, bleiche Wintersonne in vollen Zügen genießen.
Der Frühling beginnt spät, meistens erst im April oder im Mai, und in den Bergen lässt er sich bis in den Juni Zeit. Bis dahin herrscht der kalte Winter, und erst wenn die Sonnenstrahlen in allen Lagen an Kraft gewinnen kann ihm seine Vorherrschaft abgerungen werden. Das ist die Zeit der Spaziergänge im Tal und der Wanderungen auf den schneefreien Südhängen.
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