Klausen Südtirol

Ebenfalls im Eisacktal befindet sich die kleine Stadt Klausen

Nur ein wenig talabwärts findet man die zweite recht bekannte Stadt im Eisacktal. In Klausen liegt auf einem Felsen hoch über dem Tal die Klosterburg Säben, die in der Vergangenheit eine sehr wichtige politische und geistliche Rolle in der Region zu bekleiden hatte. Sie ist die Vorgängerin von Brixen als Bischofssitz und war damit gerade in der Vergangenheit ein Ort, an dem sich eine erhebliche Macht über dieses Tal vereinte.

Klausen ist eine schöne kleine Siedlung, die allerdings insgesamt ein wenig schmucklos ist. Weniger, weil die einzelnen Häuser nicht einen gewissen Charme aufweisen könnten, sondern vielmehr, weil der rechte Höhepunkt in der Stadt fehlt.

Ungefähr auf der Höhe von Klausen wird das Eisacktal bis Bozen sehr schmal, und es gibt kaum eine Siedlung, die der Rede wert wäre.


 



Auf den ersten Blick erscheint die kleine Ortschaft Klausen in der Vergangenheit unter einer sehr schlechten Lage gelitten zu haben. Klausen liegt im engen Eisacktal am Fuß eines hohen, isolierten Felsens, und wird auf der anderen Seite natürlich eingeschränkt durch einen Fluss, der rund um das Dörfchen fließt. Auf dem hohen Felsen befinden sich mehrere alte Bauten, darunter Kirchen und Burgen. Gekrönt wird dieser Ort vom Kloster Säben, dem früheren ersten Sitz des Bischofs von Bozen-Brixen.

Provinziell mögen sich die Bischöfe von Klausen früher gefühlt haben, wenn man diesen Ort vergleicht mit vielen anderen Gebieten, in denen der Einfluss des Kirchenoberen natürlich größer war und schlicht und einfach mehr Macht mit sich brachte. Kein sehr beliebter Ort für einen Bischof war Klausen in der Vergangenheit, und auch die Bürger waren nicht immer vollends zufrieden mit ihrer Lage.


 



Eingezwängt zwischen Fluss und Fels, am Fuße des großen Klosterfelsens, hatte man in vielen Jahren Schwierigkeiten, dem Land seinen Lebensunterhalt abzuringen, vor allem in der Zeit, in der die Landwirtschaft für den größten Teil der Bewohner die einzige Alternative war. Dennoch hatte auch Klausen am Klosterberg für seine Bewohner natürlich etwas zu bieten.

Der Ort mag kein idealer Standort für die Landwirtschaft gewesen sein, aber er war auch ein ziemlich schlecht zu erobernder Ort und damit zumindest bis ins 19. Jahrhundert weitgehend sicher. Viele Unruhen in Südtirol, die weite Teile des Landes in Schwierigkeiten brachten, gingen an den einsiedlerischen Klausenern weitgehend ohne Schaden vorüber.

Auch Einnahmen konnte man an diesem Ort machten, denn jeder Reisende und vor allem jeder Kaufmann musste durch die Klausner Hauptstraße, wenn er im Eisacktal unterwegs war. Dies ließen sich die Bewohner des Ortes natürlich bezahlen, weshalb Klausen insgesamt doch kein so schlechter Standort für eine Siedlung war.

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