Kirchen Zürich

Einige Kirchen in Zürich, die eine Besichtigung Wert sind

Natürlich sind nicht alle Kirchen unbedingt das, was man als Sehenswürdigkeit betrachtet, sonst hätte man auch eine Menge vor sich, denn es gibt in Zürich allein 36 evangelisch-reformierte Landeskirchen, 27 römisch-katholische Pfarreien, drei Synagogen, eine Moschee und 12 weitere Kirchen anderer Religionen.

Doch ist zum Beispiel das Fraumünster sehenswert, das als kleinere Kirche mit Frauenkloster bereits 853 von König Ludwig dem Deutschen, einem Enkel Karls des Großen, gegründet wurde. Hier lebten die vornehmen Töchter des süddeutschen Hochadels und herrschten indirekt über die Stadt dank ihren Beziehungen, die ihnen auch das Münzrecht Zürichs einbrachten. Dank dieses Rechts gelangten die Äbtissinnen zu großem Reichtum, den sie prompt in den Umbau der Kirche zu einem großen Münster steckten.

Von der ursprünglichen Kirche steht heute noch die dreischiffige Basilika, der Chor wurde nachträglich angebaut, in der Spätromanik, der Rest des Münsters glänzt in spätgotischem Aussehen, mit zwei Türmen. Besonders beachtenswert sind die Fenster des Chores und die Rosette im südlichen Querschiff, die um 1970 herum von Marc Chagall gestaltet wurden, sowie das Fenster im Norden des Querschiffs, das von Giacometti stammt. Auch der Orgel sollte man Beachtung schenken, denn mit 5793 Pfeifen ist sie die größte Pfeifenorgel des Kantons.


 



Interessante Geschichten erzählt man sich auch über die Wasserkirche und das Großmünster. An der Stelle, an der die drei Stadtheiligen Felix, Regula und Exuperantius geköpft wurden, steht heute die Wasserkirche, dort wo sie der Legende nach ihre Häupter nach ihrem Marsch Flussabwärts niedergelegt haben sollen, wurde das Großmünster errichtet.

Der spätgotische Bau der Wasserkirche trägt ebenfalls schöne Glasfenster zur Schau, die von Alberto Giacometti während der Restauration der Kirche in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts gemalt wurden. Seinen Namen trägt das Gotteshaus nicht nur wegen dem Standpunkt am Flussufer, sondern da hier früher eine kleine Insel in der Limmat gewesen sein soll, mit einer Heilquelle darauf, die nur durch Stege von der Wasserkirche aus erreichbar war.


 



Das Großmünster mit seinen beiden riesigen Doppeltürmen ist das Wahrzeichen Zürichs. Es wurde aus einem bereits bestehenden Herrenkloster durch Karl den Großen in einen Chorherrenstift umgewandelt. Der Bau des Münsters begann bereits 1100, wurde jedoch mit den Spitzen der Türme erst im 18. Jahrhundert vollkommen abgeschlossen. Vom Großmünster ging auch die Reformationsbewegung unter Zwingli aus, der hier ab 1518 als Priester arbeitete. Besondere Aufmerksamkeit verdienen hier die romanischen Kapitelle und die romanische Krypta, die Chorfenster Giacomettis und die schweren Bronzetüren des Bildhauers Otto Münch. Jeweils am ersten Samstag im Monat finden hier morgens öffentliche Führungen statt.

Die älteste Pfarrkirche Zürichs ist St. Peter, an der 1534 die größten Ziffernblätter Europas angebracht wurden. Diese besitzen einen Durchmesser von stattlichen 8,7 Metern und sind seit damals nie ausgetauscht worden. Nett anzusehen ist hier auch der mit viel Stuck ausgeschmückte Innenraum der Kirche, der aus den Zeiten des Barocks erhalten blieb.

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