Kaiserin Maria Theresia

Nach den Medicis: Ehemann von Maria Theresia auf den Florenzer Thron

Die letzten Jahre der Medici waren für die Florentiner schon kein Zuckerschlecken gewesen, doch sollten die üblen Jahre erst noch kommen. Die europäische Machtpolitik brachte in Florenz Maria Theresias frisch angetrauten Ehemann auf den Thron.

Unter dem Namen Francesco Stefano di Lorena übernahm er die Regierungsgewalt in Florenz. Anlässlich seines festlichen Einzugs im Januar 1739 wurde auf Anregung des Senators Carlo Ginori, der Gründer der auch heute be­kannten Porzellanmanufaktur, ein Triumphbogen auf der damaligen Piazza San Gallo, der jetztige Freiheits­platz, errichtet.

Allerdings zeigt dieses Denkmal bis heute indirekt, wie es um die Florentiner zu dieser Zeit bestellt war: das nicht gerade gloriose Denkmal ist bis heute geblieben und liefert eine schlechte Selbstdarstellung von Florenz, wenn man es mit vergangener Glorie vergleicht.


 



Dieser Machtwechsel, der sicherlich vielen Florentinern unangenehm war und der auch den Interessen der Stadt nicht nützte, war allerdings nur von kurzer Dauer, ehe ein neues Schicksal den Bewohnern der Stadt harrte. Nicht länger als drei Monate blieben nämlich der Großherzog und seine Gemahlin in Flo­renz, ehe der freigewordene Kaiserthron sie zurück nach Wien rief.

Die grundlegenden Veränderungen in Europa machten mittlerweile Wien zu einem sehr bedeutenden Machtzentrum, neben dem Florenz, nicht nur wegen dem Titel, verblasste.

Diesem Umstand und der großen räumlichen Distanz zwischen Wien und Florenz ist es wohl zu verdanken, das von nun an 27 Jahre lang kaiserliche Stadthalter für die koloniale Ausbeutung der Stadt zuguns­ten des Wiener Hofs sorgten.

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