Große Dolomitenstraße

Die Große Dolomitenstraße: Eine Legende unter den Hochgebirgsstraßen

Der wichtigste Verkehrsweg und gleichzeitig eine der interessantesten Attraktionen in der Umgebung ist zweifelsohne die Große Dolomitenstraße, die das Eggental passiert und am Ende durch Welschnofen führt.

Die Straße wurde noch im 19. Jahrhundert errichtet, doch galt sie noch beinahe bis zu ihrer Fertigstellung als eine unlösbare Aufgabe für die Straßenbauer dieser Zeit. Der Karneidbach fließt in der Schlucht recht will und steigt mitunter auch zu einem erheblichen Hochwasser an, während sich die Schluchtwände an den engsten Stellen einander bis auf weniger Meter nähern.

Bei jedem Hochwasser war es früher unmöglich, die Schlucht zu passieren, so dass man sich auf eine ungewisse Lage der Straße vorbereiten musste, wenn man die Schlucht in die Straße integrieren wollte.

Dazu kam noch die natürliche Unzugänglichkeit weiter Teile des Gebirges, zu der sich die logistische Probleme bei der Errichtung der Straße gesellten. Ein Mammutprojekt, das vom Ehrgeiz seiner Erdenker getrieben wurde und das doch am Ende den gewünschten Erfolg erzielen sollte, denn noch heute ist die Große Dolomitenstraße die Referenz für die Hochgebirgsstraßen dieser Welt.


 



Dass der Bau schließlich möglich war, lag an der geschickten Lösung, die die Ingenieure sich im 19. Jahrhundert erdachten.

Sie kamen ab von den klassischen Ideen des Straßenbaus, die bei der großen Dolomitenstraße beinahe nicht greifen wollten, und entwickelten eine ungewöhnliche Lösung: sie bauten die Straße als eine Folge von Hangbrücken. Unter den Felsüberhängen der Schlucht konnte man die Straße auf diese Weise so hoch über dem Bach errichten, dass sie auch bei Hochwas­ser nicht erreicht werden konnte.

An einer Stelle, an der dieses Prinzip nicht aufrecht zu erhalten war, durchstießen sie eine Talschlinge mit Hilfe eines Tunnels, da der Umweg ansonsten zu groß gewesen wäre. Im Jahr 1860 war Welschnofen schließlich auf der direkten Straße durch das Eggental erreichbar.

Diese Entwicklung stieg den Welschnofnern in den Kopf. Bis dato waren sie Teil der Gemeinde Kardaun, 1870 durften sie sich stolz als eigene Gemeinde konstituieren.

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