Geschichte Luxemburg
9. Mai, 2007 von Moderator
Wie die Stadt Luxemburg entstand
Die Geschichte des kleinen Staates Luxemburg ist eine sehr wechselhafte, die allerdings durchweg durch eine gute Hand der Herrscher für den Wohlstand des Landes geprägt ist.
Schon 963, als Graf Siegfried, der Begründer der Dynastie des Hauses Luxemburg, die Burg Lucilinburhuc über dem Fluss Alzette errichten ließ, bewies er großes strategisches Geschick: die Burg wurde nicht nur an einem Fluss errichtet, was ihr schon zu einer wichtigen Position an den Verkehrswegen des alten Europas verholfen hätte, sondern auch noch einem Kreuzungspunkt der Römerwege, die zu diesem Zeitpunkt noch immer sehr wichtige Verbindungen zwischen den Ländern waren.
Lucilinburhuc platzierte sich schon nach kurzer Zeit als ein wichtiger Platz für den Handel, denn der Schutz, den eine Burg dieser Art den reisenden Händler gewähren konnte, war überaus wichtig, so dass sich recht schnell eine wachsende Siedlung rund um die Mauern der Burg entwickelte.
Der Ruhm dieser Burg hat mehr als ein Jahrtausend gehalten, heute steht auf den Gemäuern dieser Feste die Hauptstadt Luxembourg-Ville, die das Machtzentrum eines der wohlhabendsten Länder der Welt ist.
Der Höhepunkt der Macht des Hauses Luxemburg war allerdings das 14. und 15. Jahrhundert. In dieser Zeit, dem langsam auslaufenden Mittelalter, das geprägt war von vielen wichtigen Veränderungen und Umwürfen, stellte das Haus mehrere deutsche Könige und Kaiser und nahm so eine überaus einflussreiche Position innerhalb Europas ein.
Innerhalb der fünf Jahrhunderte seit der Gründung von Lucilinburhuc hatte Luxemburg sich zu einem einflussreichen Geschlecht entwickelt, dass eine erstaunliche Anpassungsfähigkeit zeigte und dass sich von den vielen Wirren, die das Mittelalter in Europa hervorrief, nicht beirren ließ.
Nach diesem Höhepunkt folgte ein erster Niedergang, als Luxemburg nach und nach unter Fremdherrschaft geriet und die Herren des Landes nacheinander aus Burgund, Spanien, Frankreich, Österreich und Preußen kamen. Die Luxemburger ließe sich von diesen Wirren der Geschichte allerdings nicht beeindrucken, und sie schafften es stets, einen gewissen Wohlstand zu erwirtschaften, der wohl nicht zuletzt einer der Gründe für das Interesse der militärisch mächtigeren an diesem kleinen Land war.
Heute kann man den 11. Mai 1867 als eines der zentralen Daten in der Geschichte Luxemburgs. An diesem Tag bestätigte der berühmte Londoner Vertrag die territoriale Integrität des Landes, die zwar de facto bereits seit 1839 bestanden hatte, die aber in ihrer Form vor dem Vertrag dem Staat Luxemburg keinen ausreichenden Schutz gewähren konnte.
Nach 1867 war Luxemburg politisch souverän und die Großmächte Europas garantierten die Neutralität des Großherzogtums Luxemburg, das in dieser Form auch die politischen Wirren der folgenden Jahrzehnte überstehen sollte.
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