Gemälde Abendmahl

Florenz - Die Gemälde vom letzten Abendmahl

Cenacoli werden die unzähligen Darstellungen des letzten Abendmahls genannt, die in ganz Florenz verstreut sind und fast alle einen Besuch wert sind. Streng genommen keine eigenständige Sehenswürdigkeit, doch sind sie in Florenz so zahlreich sind wie in kaum einer anderen Stadt.

Cenacolo ist in der Stadt beinahe eine eigene Kunstgattung, und kaum ein Genre, auch wenn man eher von einem Motiv sprechen sollte; bietet dem kunstinteressierten Besucher auch nur annähernd so viele Möglichkeiten, den Wandel der Kunst durch die Epochen und die Stilrichtungen zu betrachten.


 



Nicht umsonst nannte man Florenz jahrhun­dertelang die Stadt der Klöster, denn die kirchlichen Bauwerke sind in einer Vielfalt vorhanden, von der andere europäische Städte nur träumen können. So findet man eine Vielzahl von Klostergebäuden, die natürlich auch dankbare Träger für allerlei christliche Kunstwerke und eben auch immer wieder gerne der cenacoli sind, aber auch Kirchen und Kapellen in der Stadt.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts und zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurden viele Florentiner Klostergebäude säkularisiert, und ein einfacherer Zugang zu diesen Gebäuden war möglich, so dass sie nicht mehr nur die Wohn- und Lebensräume der Ordensschwestern und Ordensbrüder waren.

Als sich die Klosterpforten durch die Säkularisierung langsam öffneten, kamen Kunstwerke und Fresken zu Tage, die bis dahin der Öffentlichkeit verborgen geblieben waren, und die die Aufmerksamkeit der Gebildeten, aber auch der einfachen Schichten mehr und mehr erweckten.

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