Woraus das Gebirge und das Gestein Dolomit bestehen
Dolomieu fand auf 3000 m Höhe versteinerte tropische Korallen und andere Fossilien. Dieser Fund wäre an sich nicht besonders bemerkenswert gewesen, wenn er nicht durch die besondere Beschaffenheit dieser Korallen gezeigt hätte, dass die Dolomiten irgendwann in der Vergangenheit einmal im Meer gewesen waren.
Die wohl interessanteste Entdeckung allerdings, die Dolomieu machte, war wohl das besondere Gestein, das er in den Dolomiten entdeckte; ein Material, das nach seiner wissenschaftlichen Veröffentlichung nach ihm benannt wurde: der Dolomit.
Dolomit zeichnet sich durch eine Kombination besonderer Eigenschaften aus, die dieses Gestein deutlich von allen anderen Sorten unterscheidet: im Dolomit ist nämlich das im ursprünglichen Kalksediment des Meeresbodens oder in Korallenriffen vorhandene Kalzium durch Magnesium ersetzt worden, eine Entwicklung, die nur für wenige Teile der Welt in dieser Art nachzuvollziehen ist.
Dieses Gebirge, das durch den Naturforscher einer genaueren Beobachtung unterzogen worden war, besaß auch nach Dolomieu allerdings noch keinen allgemein gültigen Namen. Für die wissenschaftliche Literatur zu diesem Thema, die natürlich besonders auf die Entdeckung dieser Gesteinsart fixiert war, erwies sich eine Bezeichnung, die diesem Namen ähnelte, als praktikabel.
Allmählich bürgerte sich in der wissenschaftlichen Literatur für diesen Teil Tirols der Name Dolomiten ein, ganz zum Schluss auch bei den Bewohnern dieses armen Bergbauernlandes, die sich zuvor ihrer räumlichen Zugehörigkeit nach gar nicht von den Tirolern unterschieden hätten.
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