Florenz Zerstörung

Der 2. Weltkrieg & die Vernichtung alter Kunstschätze und Gebäude Florenz’

Es mag schon ein unmenschlicher Schritt sein, durch ein Blutvergießen in einen verlorenen Krieg die eigenen Zivilisten mit einzubeziehen, doch war das Ergebnis dieser Handlungen Pavolinis für Florenz vor allem deshalb verheerend, weil die Stadt zu einem heiß umkämpften Gebiet wurde.

Am 11. September 1943 zogen die deutschen Truppen in die Stadt ein, und als sie ein knappes Jahr später Florenz wieder verließen, war die Stadt Schauplatz einer schrecklichen Zerstörungswut geworden. Alle fünf Brücken lagen im Wasser des Arno, außer dem Ponte Vecchio.

Unersetzliche Gebäude aus vergangenen Jahrhunderten waren gesprengt worden. Die Bewohner der Stadt hatten diese schreckliche Wut, die sich an den Kunstschätzen einer so reichen Stadt vergangen hatte, nur hilflos ertragen können, und dies trotz der sich schon der Stadt nähernden alliierten Streitkräfte, die sogar Aufrufe starteten, die Zerstörung einzustellen.


 



Das Nationale Befreiungskomitee war ebenso machtlos gegen diese Zerstörung, da das ganze Sprenggebiet von der Wehrmacht herme­tisch abgeriegelt worden war.

So kam es, dass der Schweizer Konsul Steinhäusini, der sich für die Erhaltung der Kulturschätze von Florenz einzusetzen versuchte, kaum nennenswerte Erfolge erzielte. Mit seinem Vorstoß bei der deutschen Kommandantur konnte er nicht einmal die Rettung der vier Statuen an den Brückenköpfen von Santa Trinita erreichen, so dass diese Brücken nach dem Krieg verloren waren.

Erst viele Jahre später, nämlich im Jahr 1961, fand man im Flussbett des Arno den bis dahin noch fehlenden Kopf der Frühlingsallego­rie wieder, der bei der Zerstörung verloren gegangen war.

Für die Florentiner stellte dies einen Anlass zur Jubelfeier in der ganzen Stadt dar, denn gerade die Santa-Trinita-Brücke galt schon immer als ein besonderes Symbol von Florenz, dessen Verlust die Stadt schwer getroffen hatte.

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