Florenz Santa Maria
28. Mai, 2007 von Moderator
Welche Objekte in der Santa Maria Kirche besonders sehenswert sind
Der Hauptraum der Kirche ist in gotischem Stil erbaut und stellt einen recht starken Kontrapunkt zu den Werken der Hochrenaissance dar, die den künstlerischen Charakter von Santa Maria Magdalena teilweise recht deutlich prägen. Die Stilelemente, die man überall im Raum verteilt findet, bieten ein interessantes kulturelles Erlebnis, nicht nur für Menschen, die sich für Architektur begeistern können.
Aus dem gotischen Innenraum der Kirche gelangt man mit Hilfe der Sakristanerin zum unterirdischen Kapitelsaal, einem der atmosphärischsten Räume in der Kirche. Hier kann man sich in aller Ruhe in Peruginos meisterhaft dargestellte Kreuzigung vertiefen, die ein eindrucksvolles und charakterstarkes Werk ist.
Als Triptychon ist dieses Fresko kompositorisch ideal in die Gewölbe-Architektur eingefügt: es stellt einen idealen Repräsentanten der typischen Kunstverschmelzung in der Renaissance dar, die sich auch in der Universalkünstlerschaft vieler Meister ausdrückt.
Der Gekreuzigte und die symmetrisch in die Landschaft gesetzten Heiligen strahlen eine mystische Melancholie aus, die durch die Neuerungen in der künstlerischen Darstellung auf eindrucksvolle Weise auf den Betrachter übertragen wird.
Diese spiegelt sich im sanfthügeligen umbrischen Hintergrund mit seinen schlanken Bäumen, an denen das Laub nur sehr dünn wächst. Ähnlich faszinierend, und doch von deutlich anderem Charakter ist ein kaum bekanntes Fresko aus der Perugino-Schule der Renaissance.
Hier erscheint Christus dem Heiligen Bernhard in einem Wunder, das eng mit dem Leben dieses heiligen Mannes verbunden ist. Auf jeden Fall einen Besuch wert ist auch Buontalentis Christusfigur aus bemaltem Pappmache. Eine besondere Figur, die nicht nur durch das ungewöhnliche Material einen besonderen Stellenwert unter den Werken in der Kirche gewinnt.
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