Florenz Kirchen

Santa Maria Magdalena del Pazzi - Wenig besucht, viel zu bieten

Eine der unbekannteren, aber dennoch faszinierenden Kirchen von Florenz ist Santa Maria Magdalena del Pazzi, ein Bauwerk, das zu weiten Teilen aus dem 15. Jahrhundert stammt.

Diese Kirche ist sehr atmosphärisch und für gewöhnlich nicht unbedingt stark besucht, so dass man sowohl als Gläubiger als auch als Kunstinteressierter hier ein recht intensives und intimes Erlebnis finden kann.

Gleich hinter dem Eingangstor erwartet den Besucher ein Kreuzgang mit idyllischem Am­biente, der sich als typisch für diesen schönen Bau erweist. Dieser Gang wurde einem Atrium ähnlich, zwischen 1492 und 1505 von Giuliano da Sangallo erbaut und stellt einen der schönsten Orte in dieser Kirche dar.


 



Man bemerkt Sangallos Begeisterung für die frühen Renaissancekünstler, da er viele Stilmittel entleiht und auf besondere Weise neu kombiniert. Insgesamt erinnert seine Art zu Malen an den Stil Brunelleschis, der in den Kirchen von Florenz einen überaus bedeutenden Ruf genießt.

Gleich neben dem Ein­gang befindet sich die hübsche Kapelle der so genannten Lilien-Madonna, die gegen Ende des 16. Jahrhunderts von Bernardino Poccetti mit Fresken bemalt wurde.

Diese Madonna ist ein ganz besonderes Schmuckstück dieser Kirche, und dies nicht erst seit der Dekoration durch den bekannten Künstler Pocetti. Die fast fla­che Decke dieses Gebäudeteils wird durch die „Trompe-l’oeil-Technik“ zur Kuppel erhöht. Eine besondere Bauweise, bei der im wahrsten Sinne des Wortes das Auge getäuscht wird.

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