Fertigstellung

Die Kuppel des Doms Florenz: Ein Architektonisches Wunder dieser Zeit

Schließlich waren die Bauarbeiten weit voran geschritten, und weite Teile des Doms hatten bereits ihre zugehörige Position gefunden. 1434 war die Höhe der Laterne erreicht, die Kuppel stand fest; und das mit geringerem Ge­wicht und für geringere Kosten, als es die Vorschläge der Brunelleschi-Rivalen ermöglicht hätten.

Der Ausnahmearchitekt genoss seinen Beifall, und die Geldgeber waren überaus erfreut, dass die Kosten sich einigermaßen im Rahmen hielten, was jedoch nichts daran änderte, dass der Bau natürlich Unsummen verschlang.

Die fertigen Ausmaße der Kuppel, des schwierigsten Teils des Baus, sind noch heute beeindruckend. 53 Meter über dem Boden der Kirche beginnend, misst die Kup­pel nach oben weitere 36 Meter. Ihre Spannweite beträgt 42 Meter, und das Gewicht soll etwa 25 000 Tonnen betragen, bei einer Stär­ke von rund 4 Metern.


 



Von au­ßen sieht man von dieser gewaltigen Konstruktion allerdings nicht mehr als nur acht Marmor­rippen: weiße Dekoration als Kontrast zu den roten Dach­ziegeln.

Brunelleschi vollbrachte mit dieser Kuppel in der Tat ein Meisterwerk, das noch heutige Architekten mit all ihrem Wissen über Statik und Baukunst schwer beeindruckt. So bleibt die Konstruktion ein Geheimnis, das man nur beim Studium des Inneren lösen kann.

Von außen hat man den Eindruck, als wäre dieses Wunderwerk mit seiner scheinbaren Leichtigkeit nur aus Luft und Licht aufgebaut und tragende Konstruktionen sucht man scheinbar vergeblich. Ein gewisser Schauder überläuft viele Besucher der Kirche, die sich unter dieser Jahrhunderte alten beeindruckenden Kuppel befinden.

Der krönende Abschluss der Kuppel ist die mo­numentale Laterne, die Brunelleschis letztes Werk war und die heute Ziel der Kuppeltouristen aus aller Welt ist.

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