Eschen Liechtenstein

Liechtenstein: Eschen

Auch in der Gemeinde Eschen sind es vorwiegend die kirchlichen Bauten, die die historischen Sehenswürdigkeiten der Gegend bestimmten. So stammt die heutige Pfarrkirche St. Martin wahrscheinlich bereits aus dem frühen Mittelalter. Allerdings gibt es über das genaue Baudatum und die damalige Gestalt der Kirche keine eindeutigen Angaben, man weiß nur, dass die wahrscheinlich ersten Mauerwerke im frühen 9. Jahrhundert entstanden sind.

Genauere Aufzeichnungen gibt es über die beiden großen Umbauten, die die Kirche im Laufe der Jahrhunderte prägten: 1438 wurde das Bauwerk erweitert, 1893 abgerissen und im Folgejahr neu errichtet.

Die ab 1894 entstandene heutige Form der Kirche ist eine neugotische Basilika, in der man noch heute die Ausstattung vom Ende des 19. Jahrhunderts findet.


 



Im Ursprung weitaus weniger alt ist die ebenfalls in der Gemeinde Eschen-Nendeln gelegene Kapelle St. Sebastian und Rochus. Sie liegt im Ortsteil Nendeln und stammt aus dem Pestjahr 1639, als die wohlhabenden Menschen Liechtensteins gerne bereit waren, einen Teil ihres Wohlstandes für das Wohlwollen der Kirche, und damit hoffentlich auch Gottes, zu opfern.

Die Finanzierung dieses Bauwerks war zum damaligen Zeitpunkt kein größeres Problem; durch die Mittel der Stifter Wolf und Maria Senti wurde innerhalb von kurzer Zeit wurde eine kleine Kapelle errichtet, von der noch heute der Hochaltar erhalten ist.

Wie bei so vielen Bauwerken in Liechtenstein nagte auch hier nach einigen Jahrhunderten der Zahn der Zeit so arg, dass die Kapelle abgerissen und neu errichtet werden musste. Die in ihrer damaligen Form noch heute erhaltene Kapelle stammt aus dem Jahr 1935.


 



Allerdings ist auch in Eschen-Nendeln nicht allein die Kirche für die alten Bauten der Gegend verantwortlich. Gleich neben dem Pfarrhaus findet man ein mittelalterliches Doppelhaus, das sogenannte Pfrundhaus. Dieses Bauwerk stammt aus dem 14. Jahrhundert, ist allerdings zeitlich nicht genauer einzuordnen.

In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgte eine vollständige Renovation des Gebäudes, das so wieder in den Zustand gebracht wurde, in dem es sich 1860 befand.

Das Pfrundhaus ist mit seinen drei Geschossen und seinen beachtlichen Ausmaßen ein wichtiger Raum für größere und öffentliche Veranstaltungen in Eschen, die sich gerne in das Gewand dieses historischen Bauwerks kleiden.

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