Eisacktal

Wo das Eisacktal liegt, und welche bekannten Städte es beherbergt

Zu den verkanntesten Regionen der Dolomiten zählt das Eisacktal, das sich jenseits des Brenners auf dem Weg nach Bozen entfaltet. Dieses Tal ist für viele Urlauber nur eine Durchfahrtsstation, ein Ort, den man auf der Autobahn schnell hinter sich lässt und dessen Reiz man gar nicht so recht erschließen will.

Viele Autofahrer prägen hierzu immer wieder die treffende, aber leider dem Eisacktal nicht gerecht werdende Weisheit: „Ab dem Brenner rollt man von alleine bis nach Bozen.“

Auf der Autobahn durch das Eisacktal braucht man in der Tat nicht viel Gas zu geben und sollte es an manchen Stellen auch im Interesse der eigenen Gesundheit wirklich nicht tun, doch verpasst man bei diesem Sprintgang eines der schönsten Täler der vorderen Dolomiten.


 



Viele Reisende rasen auf der Autobahn oder mit dem Eurocity durch das zwischen Brixen und Bozen enge Tal, ohne dabei Blicke auf die Dolomiten zu riskieren. Dabei gehören Geislerspitze und der Schiern zu den wirklich schönsten Gipfeln dieses Gebirges, auf die man an ein paar Stellen auch einen Blick erhaschen kann. Eine Freude, die ja letztlich sogar ohne Zeitverlust möglich ist.

Allerdings sollte man das schöne Eisacktal eigentlich am besten gar nicht als Zubringer nach Bozen betrachten. Selbst wenn man sich auf der Fahrt ein wenig Zeit lässt und die schönen Landschaften links und rechts der Fahrbahn genießt wird man am Ende keinen Eindruck vom Tal selbst gewonnen haben.

Mit Brixen und Klausen findet man im Eisacktal zwei schöne alte Städte, die zu besichtigen eine sehr lohnende Erfahrung ist. Ganz zu schweigen von den vielen kleinen Dörfern mit ihren spit­zen Kirchtürmen, den charmanten und teilweise sehr nostalgischen kleinen Häusern rund um dieses dörfliche Zentrum.

Auch kulinarische Überraschungen und den köstlichen Eisacktaler gibt es hier zu entdecken; wobei die Bewohner dieses Tals ihre Speisen auf geschickte Weise mit dem herben Weißwein des Tals zu kombinieren wissen. Es ist nur natürlich, dass dieser Wein seinen Weg auch in das eine oder andere Gericht selbst findet.

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