Einfluss der Medici

Medicis entscheidendes Mitwirken über eine Erweiterung der Kirche

Ausschlaggebend für die Entscheidung war das Wort des Giovanni di Bicci de Medici, des Gründers der Bank und der späteren Herrscherdynastie.

Die Familie Medici nahm zu dieser Zeit politisch noch keine herausragende Rolle ein, doch zeichnete sich ab, das sie es einmal zu großen Einfluss bringen würde, weshalb des Wort von Giovanni auch besonders geschätzt wurde.

Er beauftragte Brunelleschi, der gerade seinen bahnbrechenden Plan für den Kuppelbau vorge­stellt hatte, mit der Arbeit und sorgte für die Finanzierung, indem er ein ungewöhnliches Konzept vorstellte: jede Familie trug die Kosten einer Kapelle, während Bicci zusätz­lich den Bau der so genannten Alten Sakristei finanzierte.


 



Auf diese Weise sicherte er sich einerseits eine nicht zu hohe finanzielle Belastung für sich selbst und stellte doch sicher, dass die erforderliche Erweiterung immer in einem Zusammenhang mit ihm stehen würde. Der Rest des Baus ging zu Lasten der Stadtkasse, doch reichte es den wohlhabenden Familien aus San Lorenzo durchaus aus, sich auf diese Weise einen Namen zu machen.

Als 1461 die Domkuppel fertig wurde, ließ man auch den Hauptaltar von San Lorenzo weihen. So wurde die Kirche nach dieser großen Erweiterung, die in der Tat dafür sorgte, dass die beiden Bauwerke vorher und nachher nicht mehr besonders viel gemein hatten, wieder für den gewöhnlichen Betrieb vorbereitet.

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