Drogenpolitik Niederlande
29. Mai, 2007 von Moderator
Welche umstrittenen Erfolge die holländische Drogenpolitik bereits erzielte
Diesen nicht unbedeutenden Problemen stehen erhebliche Erfolge gegenüber. So ist zum Beispiel die die niederländische Drogensterblichkeitsrate weit niedriger als in Deutschland, Österreich oder Schweden.
Die Tolerierungspolitik hat Hunderttausenden von Niederländern die Kriminalisierung und den Kontakt mit dem Schwarzmarkt erspart und erlaubt sogar noch den Konsumenten aus den Nachbarländern, ihren Bedarf auf einem vergleichsweise ungefährlichen Weg zu decken. Interessant ist auch die Tatsache, dass die Niederlande bei der Verbreitung des Cannabiskonsums nur im europäischen Mittelfeld liegen.
1997 belegten zwei offizielle Studien, dass 3,0 Prozent der Westdeutschen aber nur 2,46 Prozent der Niederländer regelmäßig Cannabis konsumieren. Die Euregio-Studie fand heraus, dass im Dreiländereck Deutschland-Belgien-Niederlande Cannabiskonsum unter deutschen Jugendlichen weiter verbreitet war als unter ihren niederländischen Altersgenossen.
Diese Erfolge haben immerhin dazu geführt, dass nun auch die Schweiz eine Drogenpolitik nach niederländischem Vorbild plant.
Entgegen den Vorurteilen, die man im europäischen Ausland den Niederlanden gegenüber hegt kann man die Drogenpolitik des Landes keineswegs als lasch bezeichnen.
Die Zuständigen in den Niederlanden haben weniger die Vertretung eines drogenfreien Ideals im Sinn als vielmehr die praktische Eingrenzung des Problems; und sie sind dabei der Überzeugung, dass härtere Strafen im Einzelfall zwar schwere Probleme für einen Drogenkonsumenten mit sich bringen können, dass sie aber keineswegs einen wirklichen Rückgang des Gesamtkonsums bewirken.
Um hier einen Rückgang zu bewirken, betreibt man die besondere Drogenpolitik, die insgesamt in der Kritik steht, die aber zweifelsohne ihre Vorzüge hat.
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