Deutsche Malerei
26. April, 2007 von Moderator
In Florenz sind große Deutsche Werke ausgestellt, z.B. von Albrecht Dürer
Saal 20 beschäftigt sich mit Albrecht Dürer und den anderen Meistern der deutschen Malerei. Auch hier findet man erstaunliche Auszüge aus dieser Kunstrichtung, die man in Florenz nicht unbedingt vermutet hätte. Hier fasziniert die Gegenüberstellung von Adam und Eva, die jeweils von Dürer und Lucas Cranach gemalt wurden.
Gerade der Kontrast der Darstellung bei einem eigentlich sehr ähnlichen Motiv macht hier den Reiz aus und bietet auch dem Laien eine gute Möglichkeit, sich mit Kunst intensiv auseinander zu setzen. Meisterhaft ist auch das wohl bekannteste Jugendwerk Dürers: das „ Bildnis des Vaters “, das ebenfalls in dieser Halle zu finden ist.
Mit den zahlreichen Auswüchsen und den berühmten Schülern der Giorgio-Schule beschäftigt sich Saal 21. Der wichtigste Vertreter dieser Schule ist Giovanni Bellini, der mit mehreren Werken in dieser Halle vertreten ist.
Insgesamt besticht in diesem Saal vor allem die „ Heilige Allegorie “, die dargestellt ist in einer sehr pittoresken Landschaft. Giovanni Bellini beweist sich hier als großer Meister der venezianischen Malerei des 16. Jahrhunderts, indem er Landschaft und Elemente in eindrucksvoller Weise festhält.
Nicht weniger bemerkenswert sind die Ausstellungsstücke im Saal 22, die sich vor allem aus den Werken von Holbein, Memling und Altdorfer rekrutieren. Hier findet man vor allem hervorragende Porträts von Hans Memling und Hans Holbein. Der bekannte Künstler Albrecht Altdorfer ist mit der Florian-Legende vertreten, einem seiner beeindruckendsten Werke.
Faszinierende Werke findet man in den Uffizien auch von Andrea Martegna, der vor allem im Saal 23 vertreten ist, ebenso wie sein Zeitgenosse Coreggio. Als großen Wurf Martegnas bezeichnet man zum Beispiel das Porträt des kantigen Kardinals Carlo de Medici, das er auf besonders ausdrucksstarke Weise gestaltet hat.
Das leuchtend rote Gewand hebt das gebräunte Gesicht mit den stahlblauen Augen hervor und verleiht dem Dargestellten eine Stärke und Schärfe, die man sonst nur selten findet. Insgesamt bilden die Mantegna-Werke einen harten Kontrast zu Correggios süßlich sanftem Madonnentyp, der auch immer wieder unter seinen Werken im Saal zu finden ist.
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