Carcere Mamertino

Welche Bedeutung die kleine Kerkerzelle für die Christenheit hat

Rein von der äußerlichen Erscheinung handelt es sich beim Carcere Mamertino höchstens im weitesten Sinne um eine Sehenswürdigkeit. Die kleine und ziemlich erbärmliche Zelle allerdings soll das letzte Gefängnis des heiligen Petrus gewesen sein, ein Umstand, der ihr viele Jahrhunderte später zu großer Berühmtheit verhalf.

Ziemlich direkt nach seinem Aufenthalt in diesem Kerker wurde Petrus gekreuzigt, allerdings soll er zuvor das Wunder vollbracht haben, hier eine Quelle entspringen zu lassen, mit der er seine Mitgefangenen und zwei Wärter getauft haben soll. Danach wurden die Gefangenen allerdings ausgehungert, bis sie in der Zelle gestorben sind. Ihre Leichen wurden in die Cloaca Maxima gebracht.

Neben diesen christlichen Gefangenen soll der Carcere Mamertino auch dem Gallierhäuptling Vercingetorix zum Verhängnis geworden sein, der hier gefangen gehalten und später hingerichtet wurde.

Mit dem Tode Vercingetorix war ein entscheidender Schritt getan bei der Unterwerfung Galliens, da die keltischen Stämme bald darauf allen Willen und vor allem auch die Fähigkeit einbüßten, sich dem römischen Imperium zu widersetzen.


 


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